Hochwasser im Blick: So will Meran den Schutz verbessern

Wie kann man sich auf ein Hochwasser vorbereiten und welche Schutzmaßnahmen gibt es in Meran? Diese Fragen standen am Samstag beim Hochwassertag auf der Kurpromenade im Mittelpunkt. Die Agentur für Bevölkerungsschutz organisierte die Veranstaltung im Rahmen der nationalen Kampagne „Io non rischio – Ich riskiere nicht“. Besucher konnten sich mit Fachleuten, Behörden und Einsatzkräften austauschen.
Gefahrenzonen und Verhalten im Ernstfall
An den Informationsständen erklärten Fachleute den Gefahrenzonenplan und zeigten, wie sich feststellen lässt, ob ein Gebäude oder Grundstück in einem gefährdeten Gebiet liegt. Auch der Zivilschutzplan, die Abläufe im Ernstfall und die Aufgaben der Einsatzorganisationen wurden vorgestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt war die persönliche Vorsorge: Dazu zählen etwa der Umgang mit Warnmeldungen und die Vorbereitung auf eine mögliche Evakuierung. Gute Vorbereitung und richtiges Verhalten könnten Risiken verringern und Schäden begrenzen, lautete die zentrale Botschaft.
Arbeiten am Mutbach und Mühlbach
Wie technische Schutzmaßnahmen umgesetzt werden, zeigte eine Exkursion nach Gratsch. Am Mutbach besichtigten die Teilnehmer Verbauungen des Amtes für Wildbach- und Lawinenverbauung West, darunter eine Sperre, eine Ufermauer und einen Damm.
Die Exkursion führte weiter bis zum Zusammenfluss mit dem Mühlbach. Dort erläuterten Fachleute bereits ausgeführte und geplante Arbeiten. Der Mühlbach war in diesem Abschnitt wiederholt über die Ufer getreten; Dammbrüche hatten Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen verursacht.
Deshalb soll die Durchflusskapazität des Baches schrittweise erhöht werden. Dafür werden das Bachbett verbreitert und die Ufermauern angehoben. Weitere Maßnahmen sollen den Abfluss verbessern und den angrenzenden Siedlungsraum besser schützen.
Der Hochwassertag machte deutlich: Schutzbauten und vorbereitete Einsatzabläufe sind wichtige Grundlagen im Umgang mit Naturgefahren. Einen vollständigen Schutz gibt es jedoch nicht. Umso wichtiger sind verständliche Informationen, eigenverantwortliches Handeln und der Austausch zwischen Bevölkerung, Gemeinden, Fachstellen und Einsatzkräften.
Quelle: Landespresseamt






