Tirol schreibt erneut rote Zahlen: Schulden steigen auf 1,3 Milliarden

Das Land Tirol hat 2025 erneut mehr ausgegeben als eingenommen. Die Einzahlungen beliefen sich auf 5,6 Milliarden Euro, die Auszahlungen auf 5,9 Milliarden Euro. Der negative Nettofinanzierungssaldo lag bei 260,4 Millionen Euro. Die Finanzschulden stiegen um netto 165,6 Millionen Euro auf insgesamt 1,3 Milliarden Euro.
Diese Zahlen gehen aus dem geprüften Rechnungsabschluss des Landes Tirol hervor. LRH-Direktorin Monika Aichholzer-Wurzer stellte den Bericht am Donnerstag dem Finanzkontrollausschuss vor.
Landesrechnungshof fordert nachhaltige Konsolidierung
Der Landesrechnungshof stellte fest, dass die Gebarung grundsätzlich im Einklang mit dem Landesvoranschlag abgewickelt und die haushaltsrechtlichen Vorschriften eingehalten wurden. Zugleich warnte er vor der Entwicklung von Einnahmen, Ausgaben und Finanzschulden. Der LRH empfiehlt strukturelle Maßnahmen, um den Landeshaushalt nachhaltig zu verbessern.
Der Anteil der Finanzschulden am Gesamtkapital erhöhte sich auf rund 13 Prozent. Im Bundesländervergleich lag Tirol bei der Pro-Kopf-Verschuldung mit 1.896 Euro dennoch an zweiter Stelle der Länder mit der geringsten Verschuldung.
Ein Viertel der Ausgaben für Soziales und Wohnen
Der größte Anteil der Auszahlungen entfiel 2025 auf soziale Wohlfahrt und Wohnbauförderung mit 24,5 Prozent. Für Gesundheit wurden 21,4 Prozent aufgewendet, für Unterricht, Erziehung, Sport und Wissenschaft 20,6 Prozent. Zu den Schwerpunkten zählten die mobile und stationäre Pflege, die Behindertenhilfe, der Tiroler Gesundheitsfonds und die vorschulische Erziehung.






