von lif 22.10.2026 16:06 Uhr

Heizkosten steigen deutlich: So spart man mit kleinen Maßnahmen

Mit Beginn der Heizsaison kommen auf viele Haushalte höhere Energiekosten zu. Wie die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) mitteilt, zeigt ihre Preiserhebung vom 1. Oktober im Vergleich zum Vorjahr teils erhebliche Steigerungen.

Bild: APA (dpa)

Erdgas ist um 56 Prozent teurer geworden, Heizöl um 53 Prozent. Für Pellets zahlt man rund 30 Prozent mehr, der Strompreis stieg um 31 Prozent. Weitere Erhöhungen sind laut VZS nicht ausgeschlossen. Besonders betroffen seien Haushalte mit hohem Verbrauch, vor allem Familien in älteren, schlecht gedämmten Gebäuden, in denen kaum Energiesparmaßnahmen umgesetzt wurden. Wer mit fossilen Brennstoffen heizt, müsse mit erheblichen Mehrkosten rechnen.

Ein Beispiel: Eine dreiköpfige Familie in einer unsanierten Altbauwohnung braucht im Jahr rund 1.500 Liter Heizöl für Heizung und Warmwasser. Bei gleichem Verbrauch zahlt sie heuer rund 1.000 Euro mehr als vor einem Jahr. Ob sich ein Anbieterwechsel lohnt, zeigt der aktuelle VZS Preisvergleich für Strom und Gas.

Tipps der Verbraucherzentrale

Nicht immer sind große Investitionen nötig. Schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich der Verbrauch senken, ohne auf ein angenehmes Raumklima zu verzichten:

  1. Raumtemperatur bewusst wählen: Im Wohnbereich reichen meist 20 bis 21 Grad, im Schlafzimmer darf es kühler sein. Ein Grad weniger spart rund sechs  Prozent Heizenergie. Dauerhaft unter 16 Grad sollten Räume aber nicht auskühlen, sonst steigt das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel.
  2. Heizkörper freihalten: Möbel, lange Vorhänge oder Verkleidungen behindern die Wärmeabgabe. Auch Staub sollte regelmäßig entfernt werden.
  3. Heizkörper entlüften: Gluckert ein Heizkörper oder wird er nicht gleichmäßig warm, ist vermutlich Luft im System. Danach sollte man den Anlagendruck kontrollieren.
  4. Heizzeiten anpassen: Nachts oder bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur gesenkt werden. Zeitprogramme und programmierbare Thermostate helfen dabei. Vollständig auskühlen sollten die Räume nicht.
  5. Heizungsregelung prüfen: Heizzeiten, Heizkurve und Vorlauftemperatur sollten zum Gebäude und zur Nutzung passen. Das spart oft Geld, ohne dass etwas getauscht werden muss.
  6. Richtig lüften: Lieber mehrmals täglich einige Minuten die Fenster ganz öffnen, statt sie lange gekippt zu lassen.
  7. Undichte Stellen abdichten: Dichtungen an Fenstern und Türen kontrollieren und bei Bedarf erneuern. Auch Rollladenkästen und Fensterbänke lassen sich mit Dichtungsmasse oder Dichtungsband abdichten.
  8. Heizungsrohre dämmen: Frei zugängliche Rohre in unbeheizten Räumen sollten gedämmt werden.

Langfristig lässt sich der Verbrauch vor allem durch bessere Dämmung und effiziente Heiztechnik senken. Wer früh handelt, wird unabhängiger von künftigen Preissteigerungen.

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