Pamer trifft neue Ombudsfrau für Rechte von Häftlingen

Alessandra Orlandi wurde im Juli vom Südtiroler Landtag zur ersten Ombudsfrau in diesem Bereich ernannt. Die neue Stelle ist Teil der Reform der Ombudsstellen, die Bürgern im Rahmen der Volksanwaltschaft bei unterschiedlichen Anliegen zur Verfügung stehen.
Bei einem ersten Treffen mit Soziallandesrätin Rosmarie Pamer (SVP), Ressortdirektorin Michela Morandini und Astrid Wiest, Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und Soziale Inklusion, wurden neben dem gegenseitigen Kennenlernen auch gemeinsame Schwerpunkte besprochen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützt und ihre Perspektiven für die Zukunft verbessert werden können.
„Jeder Mensch hat das Recht darauf, das eigene Leben selbstbestimmt zu führen und darauf, eine zweite Chance dafür zu nutzen“, betonte Pamer. Mit der neuen Ombudsfrau hätten nun auch Häftlinge eine direkte Ansprechperson, die sich für ihre Anliegen einsetze und jenen eine Stimme verleihe, die oft ungehört blieben.
Die Juristin Alessandra Orlandi bringt für ihre neue Aufgabe unterschiedliche berufliche Erfahrungen mit. Unter anderem war sie am Landesgericht Bozen als ehrenamtliche Richterin im Bereich Vormundschaft tätig. Zudem arbeitete sie als Mediatorin im Zivil- und Handelsrecht und sammelte Erfahrung als Expertin im Verwaltungsbereich bei der Volksanwaltschaft.
Mit der Einrichtung der neuen Ombudsstelle soll der Schutz der Rechte von Menschen unter Freiheitsentzug gestärkt werden. Zugleich soll sie dazu beitragen, Betroffenen auch unter schwierigen Bedingungen Unterstützung zu bieten und Wege für eine selbstbestimmte Zukunft aufzuzeigen.
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