164 in Ausbildung – doch wie viele Pflegekräfte fehlen?

Steigender Pflegebedarf, zu wenig Personal, mehr Ausbildung: Bei ihrer Sondersitzung im Bezirk Burggrafenamt hat die Landesregierung bekannte Probleme angesprochen. Soziallandesrätin Rosmarie Pamer sagte, der Sozialbereich müsse gestärkt werden. Konkrete Zahlen dazu, wie viele Mitarbeiter fehlen und wie viele zusätzlich gebraucht werden, nannte die Landesregierung nicht.
Was steckt hinter den 164?
Laut Mitteilung der Landesregierung absolvieren derzeit 164 Frauen und Männer an den Landesschulen „Hannah Arendt“ und „Emmanuel Lévinas“ eine Ausbildung in Sozialbetreuung oder Pflegehilfe. Ob diese Zahl den Bedarf decken, bleibt offen.
Auch bei den angekündigten Neuerungen fehlen Details. Für die neue „soziale Hilfskraft“ werden laut Pamer erst die vertraglichen Rahmenbedingungen ausgearbeitet. Wann die Ausbildung starten und wie viele Plätze es geben soll, bleibt offen. Die Krankenpflegeassistenz bezeichnet die Landesrätin als wichtigen Schritt, nennt aber auch dazu keine Zielzahlen. news.provinz.bz.it
Die Frage nach dem Bedarf ist älter
Der Personalengpass ist bereits sichtbar: Laut ORF Südtirol waren Ende 2025 in den Seniorenwohnheimen rund 150 Betten nicht belegt, vor allem weil Pflegekräfte fehlen. Im Haus Ella in Vahrn werden demnach rund 20 zusätzliche Pflegekräfte benötigt, damit die Einrichtung endlich den Vollbetrieb aufnehmen kann.
Solange Angaben zu offenen Stellen, bevorstehenden Pensionierungen und tatsächlichen Ausbildungsabschlüssen fehlen, bleibt die Zahl 164 schwer einzuordnen. Die Landesregierung spricht von einer Stärkung der Sozialdienste. Wie viele Kräfte dafür nötig sind und woran sich der Erfolg messen lässt, sagt sie nicht.






