von ih 13.10.2026 15:09 Uhr

Mehr als drei Kilo Kokain in Bozen sichergestellt

Mehr als drei Kilogramm Kokain haben die Ordnungskräfte am Mittwoch bei einer Hausdurchsuchung in Bozen sichergestellt. Der Verdächtige, ein Mann aus Albanien, war bereits wegen des Verdachts auf versuchten Mord ins Visier der Ermittler geraten. Nun wurde er auch wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen.

Foto: Polizeipräsidium Bozen

Die Durchsuchung war Teil einer groß angelegten Ermittlungsaktion, die sich gegen eine kriminelle Vereinigung richtete. Diese soll in der Lombardei und in Kalabrien im Drogenhandel aktiv gewesen sein und mit schweren Gewalttaten in Verbindung stehen.

Mehr als 70 Einsatzkräfte waren am frühen Morgen des 7. Oktober in mehreren italienischen Städten im Einsatz. Die Ermittlungen wurden von der Staatsanwaltschaft am Gericht in Sondrio koordiniert. Daran beteiligt waren auch die Ermittler der Quästur Bozen und ihre Kollegen aus Sondrio.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Albaners fanden die Beamten im Schlafzimmerschrank drei Kokainpakete mit einem Gesamtgewicht von rund drei Kilogramm. Dazu kamen ein weiteres Päckchen mit 205 Gramm und vier zusätzliche Drogenpäckchen mit insgesamt 145,1 Gramm. Letztere waren in einer Bauchtasche im selben Schrank versteckt.

Labor bestätigt Vermutung

Doch damit nicht genug: In der Küche entdeckten die Ermittler eine Präzisionswaage. Auf dem Nachttisch lagen rund 2.500 Euro Bargeld in unterschiedlich großen Scheinen. Außerdem fanden sie einen handgeschriebenen Zettel mit Namen und Geldbeträgen, der offenbar zur Abrechnung von Drogengeschäften diente. Zwei Mobiltelefone wurden ebenfalls sichergestellt.

Laboruntersuchungen im kriminaltechnischen Labor der Ordnungskräfte in Bozen bestätigten, dass es sich bei der beschlagnahmten Substanz um Kokain handelt. Wegen der großen Drogenmenge und der weiteren Hinweise auf Handel nahmen die Beamten den Mann fest.

Quästor Giuseppe Ferrari sprach von einem wichtigen Erfolg im Kampf gegen den Drogenhandel und die Gewaltkriminalität. Die Zusammenarbeit zwischen den Ermittlern verschiedener Städte habe dazu beigetragen, gegen eine kriminelle Vereinigung vorzugehen, die in mehreren Regionen des Staatsgebietes aktiv gewesen sei.

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