von lif 13.10.2026 10:13 Uhr

Bald wird die Uhr umgestellt

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit. Die Uhren werden auf Winterzeit umgestellt. Für viele bedeutet das eine Stunde mehr Schlaf.

APA/dpa

Die Umstellung erfolgt in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 25. Oktober. Um 3 Uhr werden die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgestellt. Die Nacht ist damit eine Stunde länger. Handys, Computer und viele Funkuhren stellen sich von selbst um. Bei Uhren im Auto, am Backofen oder an der Wand muss man selbst Hand anlegen.

Die Umstellung hat auch eine Kehrseit, denn am Morgen ist es zwar früher hell, am Abend aber früher dunkel. Gerade in den ersten Tagen sind Autofahrer im Feierabendverkehr deshalb oft im Dunkeln unterwegs. Besondere Vorsicht ist dann vor Fußgängern und Wildtieren geboten.

Warum gibt es die Umstellung überhaupt?

Die Sommerzeit wurde in vielen Ländern Europas in den 1970er Jahren eingeführt. Damals wollte man während der Ölkrise Energie sparen. Studien zeigten aber bald, dass dabei kaum etwas gespart wird. Dafür klagen viele Menschen nach der Umstellung über Schlafprobleme und Müdigkeit.

Abschaffung liegt auf Eis

2018 befragte die EU Kommission die Bürger, ob die Zeitumstellung abgeschafft werden soll. Rund 4,6 Millionen Menschen machten mit, mehr als 80 Prozent waren dafür. Ein Jahr später stimmte auch das EU Parlament mit großer Mehrheit für die Abschaffung.

Seitdem geht aber nichts weiter. Die Mitgliedsländer konnten sich nicht einigen, ob dauerhaft Sommer oder Winterzeit gelten soll. Viele fürchten einen Flickenteppich aus unterschiedlichen Zeitzonen, der Handel, Verkehr und Pendler durcheinanderbringen würde. Dann kam die Coronapandemie und das Thema verschwand von der Tagesordnung.

Offiziell ist das Vorhaben zwar nicht vom Tisch, es liegt aber seit Jahren in der Schublade. Die Zeitumstellung dürfte uns also noch eine Weile erhalten bleiben. Im Frühling werden die Uhren dann wieder eine Stunde vorgestellt.

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