von ih 12.10.2026 07:45 Uhr

lvh fordert bessere Perspektiven für Betriebe im ländlichen Raum

Beim Tag des Handwerks in Bozen sind die Zukunft ländlicher Wirtschaftsstandorte und die Sicherung von Fachkräften im Mittelpunkt gestanden. Der lvh betont, dass vor allem jene gestärkt werden müssen, die in Südtirol bleiben, Betriebe übernehmen und Arbeitsplätze schaffen.

Foto: lvh

Unter dem Motto „Wettbewerbs-Standort ländlicher Raum: attraktiv aus vielen Gründen!“ diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Handwerk und Politik aus Südtirol, Tirol und Bayern über die Voraussetzungen für erfolgreiche Unternehmen außerhalb der Ballungszentren. Leistbares Wohnen, gute Mobilität, Kinderbetreuung und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten seien entscheidend, um Fachkräfte zu halten und junge Menschen für eine Zukunft im Land zu gewinnen.

lvh-Direktor Walter Pöhl und Präsident Martin Haller unterstrichen die Bedeutung jener, die sich bewusst für Südtirol entscheiden und mit ihren Betrieben zur regionalen Wertschöpfung beitragen. Landeshauptmann Arno Kompatscher hob den Austausch zwischen Handwerk und Politik hervor. Bei der Podiumsdiskussion ging es unter anderem um Digitalisierung, künstliche Intelligenz, Bürokratieabbau, Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge.

Neben den wirtschaftspolitischen Themen wurden auch besondere Leistungen im Handwerk gewürdigt.

Der VFH-Förderpreis Handwerk ging an den Wissenschaftler Martin Burgi. Zudem wurde das achtköpfige Südtiroler Team der WorldSkills 2026 in Shanghai ausgezeichnet. Mediendesigner Liam Fiechter hatte dort Gold gewonnen, Tischler Jonas Wenter Bronze. Fünf weitere Teilnehmer erhielten ein „Medallion for Excellence“.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Zukunft des ländlichen Raums wesentlich von verlässlichen Rahmenbedingungen abhängt. Unternehmen brauchen Möglichkeiten, zu investieren und zu wachsen, während junge Menschen berufliche Perspektiven vor Ort erhalten sollen.

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