Ferienjob statt Freibad: Jeder zweite Jugendliche arbeitet

Wie das Landespresseamt mitteilt, gingen im Sommer 2026 genau 53,3 Prozent der 15 bis 19 Jahre alten Jugendlichen einer Arbeit nach. Das geht aus dem aktuellen Bericht des Arbeitsmarktservice Südtirol hervor. Insgesamt wurden 6.790 Sommerpraktika gemacht, etwas weniger als im Vorjahr. Dafür gab es 122 Sommerarbeitsverträge und 138 Lehrverträge mehr. Für über die Hälfte der Praktikanten war es das erste Praktikum überhaupt. Und 408 Betriebe nahmen zum ersten Mal einen Praktikanten auf.
Bei den 15-jährigen Jugendlichen stieg die Zahl der Praktika um 8,9 Prozent. Bei den Älteren ging sie dagegen zurück, bei den 18 Jahre alten sogar um über zehn Prozent. Für Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof ist das ein gutes Zeichen. Ein Praktikum sei vor allem dazu da, Berufe kennenzulernen und die eigenen Stärken zu entdecken. Wer arbeiten und Geld verdienen will, sei mit einem Arbeitsvertrag besser bedient. Wenn die Jüngsten Praktika machen und die Älteren dann richtige Verträge bekommen, gehe die Entwicklung in die richtige Richtung.
Jugendliche im Land halten
Laut Amhof wurden die Orientierungspraktika im Frühjahr neu geregelt. Junge Menschen sollen so früh gute Erfahrungen in der Südtiroler Arbeitswelt sammeln. „Wir müssen alles daran setzen, Jugendliche in Südtirol zu halten“, betont die Landesrätin. Dabei gehe es nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um gute Arbeitsbedingungen.
Die meisten arbeiten im Gastgewerbe
Die meisten Praktika, nämlich 42 Prozent, werden im Gastgewerbe gemacht. Danach folgen der Handel mit 27 Prozent, das Handwerk mit 13 Prozent und die Industrie mit elf Prozent. Am häufigsten arbeiten die Jugendlichen als Kellner oder an der Bar. Das betrifft etwa drei von zehn Praktika.






