von ih 08.10.2026 14:00 Uhr

Kaufkraft in Südtirol sinkt deutlich

Die Einkommen vieler Arbeitnehmer verlieren in Südtirol spürbar an Wert. Nach neuen ASTAT-Zahlen ist die reale Kaufkraft in den vergangenen fünf Jahren um 6,2 Prozent gesunken. Für einen durchschnittlichen Angestellten bedeutet das laut Süd-Tiroler Freiheit rund 111 Euro netto weniger im Monat beziehungsweise etwa 1.440 Euro im Jahr.

Bild: APA/dpa

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deutlich höhere und schneller steigende Löhne. Als Gründe für die Entwicklung nennt sie unter anderem veraltete Kollektivverträge und hohe Steuerabzüge in Italien. Während die Preise für Lebensmittel, Energie, Treibstoff und Wohnen weiter steigen, würden Lohnverhandlungen häufig Jahre dauern. Im Gegensatz dazu würden die Einkommen in Österreich und Deutschland regelmäßiger an die Inflation angepasst.

„Für immer mehr Menschen reicht der Lohn kaum noch bis zum Monatsende“, kritisiert die Landtagsabgeordnete Myriam Atz. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert die Landesregierung auf, in Rom stärker auf eine Anpassung der Löhne an die tatsächlichen Lebenshaltungskosten in Südtirol zu drängen.

Gleichzeitig müsse mehr in Innovation, Wirtschaftswachstum und zukunftsfähige Arbeitsmodelle investiert werden. Ein hoher Landeshaushalt allein helfe den Menschen nicht, wenn die Gehälter mit den steigenden Kosten nicht Schritt halten.

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