von ih 08.10.2026 12:22 Uhr

Strafmündigkeit ab 12? FPÖ fordert Kurswechsel

Die Frage nach dem richtigen Umgang mit straffälligen Kindern und Jugendlichen sorgt erneut für Diskussionen. Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger spricht sich dafür aus, die derzeitige Strafmündigkeitsgrenze von 14 Jahren in Österreich auf den Prüfstand zu stellen.

Bild: APA/EXPA/JOHANN GRODER

Auslöser der Diskussion ist die von Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner angestoßene Debatte über eine mögliche Senkung auf zwölf Jahre. Abwerzger kritisiert dabei die ablehnende Haltung der Tiroler Kinder- und Jugendanwaltschaft.

Es gebe zunehmend jüngere Tatverdächtige, weshalb man früher ansetzen müsse. Eine bloße Herabsetzung der Strafmündigkeit reiche allerdings nicht aus, betont Abwerzger. Er fordert zugleich eine grundlegende Reform des Jugendstrafrechts.

Durch ein früheres Eingreifen könne Kindern und Jugendlichen insbesondere beim Ausstieg aus dem Drogenmilieu schneller professionelle Hilfe angeboten werden, argumentiert der FPÖ-Landesparteiobmann. Die Haltung der Kinder- und Jugendanwaltschaft bezeichnet er als zu realitätsfern.

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