von lif 06.10.2026 13:48 Uhr

Zwei Kindersitze fallen bei Crashtest durch

Für Eltern gibt es eine Warnung. Bei einem Crashtest haben zwei Kindersitze so schlecht abgeschnitten, dass Kinder im Ernstfall in Lebensgefahr wären. Die Tester wollten deshalb nicht bis zur Veröffentlichung aller Ergebnisse warten.

Symbolbild Pixabay

Bei dem Test werden die Kindersitze auf einer normalen Rückbank befestigt. Diese wird dann auf 50 km/h beschleunigt und plötzlich gestoppt. Laut ÖAMTC hielten beide Modelle diesem Aufprall nicht stand. Wie der ÖAMTC mitteilt, geht es um die Babyschale „Britax Römer Baby-Safe Pro + Vario Base 5Z“ und um den Kleinkindersitz „Axkid Minikid Core“. Beide Sitze haben bei einem Frontalaufprall versagt. 

Bei der Babyschale von Britax Römer ging das Gurtschloss auf. Die Testpuppe wurde dadurch aus der Schale geschleudert. Beim Sitz von Axkid gab der Stützfuß nach und schob sich ganz ein. Außerdem riss das Gurtschloss aus dem Sitz, nach Angaben des ÖAMTC wurde das Becken der Puppe dabei nach oben geschleudert. Beide Probleme traten in der Liegeposition auf. Das Risiko sei so groß, dass man schon jetzt warnen müsse, betont Techniker Steffan Kerbl vom ÖAMTC. Die gesamten Testergebnisse werden erst am 20. Oktober veröffentlicht.

Was Eltern jetzt tun sollten

Die Hersteller wurden laut ÖAMTC bereits vorab informiert. Britax Römer sucht derzeit nach der Ursache. Ob es einen Austausch, eine Reparatur oder einen Rückruf gibt, will die Firma erst danach entscheiden. Wer diese Babyschale mit der Isofix Basis nutzt, sollte sie bis dahin nur aufrecht verwenden oder mit dem normalen Sicherheitsgurt des Autos befestigen. So angeschnallt hat die Schale den Test nämlich bestanden, egal ob aufrecht oder liegend. Axkid hat den Verkauf des „Minikid Core“ gestoppt und ruft den Sitz freiwillig zurück. Wer ihn besitzt, kann ihn gegen das Modell „Minikid 4 Pro“ tauschen.

APA/UT24

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