Titel-Double perfekt: Wegscheider triumphiert bei der Italienmeisterschaft

Seis am Schlern – Mit einer überzeugenden Leistung beim letzten Saisonstopp in Pomposa sicherte sich Felix Wegscheider den Italienmeistertitel in der Kategorie SM1 Fast. Nach dem Triumph in der Regionalmeisterschaft Nord-Ost machte der 26-jährige Athlet aus Seis damit das Double perfekt und krönte seine erste Saison als Motorsport-Profi.
Auf der Rennstrecke in der Provinz Ferrara verteidigte er seinen Vorsprung in der Gesamtwertung nervenstark. In den drei ausgetragenen Wertungsläufen fuhr er auf die Plätze zwei, eins und drei und platzierte sich damit dreimal auf dem Podest. In der Tageswertung belegte er damit den zweiten Rang hinter seinem schärfsten Verfolger, Jonathan Zecchin. In der Meisterschaftswertung reichte dies souverän für den Gesamtsieg: Mit 1583 Punkten verwies Wegscheider seinen Rivalen Zecchin (1538 Punkte) mit 45 Zählern Vorsprung auf den zweiten Platz. Gesamtdritter wurde Jacopo Monti mit 1337 Zählern.
Trotz gesundheitlicher Probleme behielt der Seiser die Oberhand. „Ich wollte von Anfang an beide Titel holen. Dass ich sie beide mit so einer Konstanz gewinnen konnte, hat aber auch mich überrascht. Diese Titel bestätigen meine Entscheidung, ab dieser Saison professionell Motorsport zu betreiben, als vollkommen richtig“, betonte Wegscheider. Das Finalwochenende habe ihm körperlich alles abverlangt, da er angeschlagen an den Start gegangen sei. Umso größer war die Erleichterung nach dem Titelgewinn: „Ich war überwältigt von der Anzahl der Personen, die mir gratuliert haben.“
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem frischgebackenen Meister nicht. Bereits an diesem Wochenende wartet auf ihn das Kräftemessen mit der weltweiten Elite. Im belgischen Mettet bestreitet der 26-Jährige das Saisonfinale der Weltmeisterschaft. Sein Ziel für das Kräftemessen steht fest: „Ein Top-10-Platz ist mein Ziel. Das ist hochgesteckt, denn im Vorjahr habe ich bei derselben Etappe nur Rang 25 erreicht, obwohl ich durch den Sturz eines Kontrahenten selbst zu Fall gekommen bin und eine Aufholjagd vom letzten Platz starten musste. Wenn dieses Mal alles passt, dann kann ich vielleicht auch in Mettet mein Ziel erreichen.“
Anschließend erwägt Wegscheider noch einen Start bei einem Langstreckenrennen an gleicher Stelle, bevor die Vorbereitungen für das Rennjahr 2027 beginnen.






