von lif 05.10.2026 18:23 Uhr

Höheren Lehrlingsprämie: „Richtiges Signal, aber zu wenig“

Die Freiheitlichen begrüßen den Beschluss der Landesregierung, die Lehrlingsprämie von 2.000 auf 3.000 Euro anzuheben. Dies sei ein Schritt in die richtige Richtung, dem jedoch noch viele weitere folgen müssten.

Foto von Andrea Piacquadio von Pexels

„Das ist ein richtiges Signal an alle Betriebe, die junge Menschen von der ersten Lehrstunde bis zur Gesellenprüfung begleiten“, erklärt Dietmar Zwerger, Generalsekretär der Freiheitlichen und selbst Inhaber eines Handwerksbetriebes, in einer Mitteilung. „Ob Handwerk, Handel, Industrie oder Dienstleistung: Wer einen Lehrling ausbildet, übernimmt Verantwortung für die nächste Generation und für den Wirtschaftsstandort Südtirol. Dass dieser Einsatz nun stärker anerkannt wird, ist begrüßenswert“, so Zwerger. „Lehrlinge sind unsere Zukunft und mit ihnen die Zukunft unserer Betriebe.“

Die Prämie allein reiche jedoch nicht aus, betont Zwerger: „Genauso wichtig sind Entlastungen für die Betriebe. Wer Jugendliche ausbildet, wird heute mit einem Berg an Auflagen konfrontiert, etwa im Bereich der Sicherheitsbürokratie, insbesondere bei minderjährigen Lehrlingen. Sicherheit ist wichtig. Ellenlange Dokumente, die kein Mensch liest, tragen jedoch in keiner Weise zur Sicherheit bei, sondern halten Betriebe davon ab, Lehrlinge auszubilden.“ Mit Sorge sieht Zwerger die gesellschaftliche Entwicklung: „Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für ein Studium, während die Lehre zunehmend ins Hintertreffen gerät. Wenn uns der Nachwuchs in den Betrieben fehlt, sind die Zukunft unserer Wirtschaft und damit auch der Wohlstand in unserem Land gefährdet. Ein Studium ist wertvoll, eine Lehre aber ebenso“, so Zwerger weiter.

Die Freiheitlichen wollen sich daher dafür einsetzen, die Wertschätzung für die duale Ausbildung zu stärken und den bürokratischen Aufwand für Lehrbetriebe spürbar zu senken. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich auch morgen noch Betriebe finden, die bereit sind, junge Menschen auszubilden, und dass sich Jugendliche mit Überzeugung für einen praktischen Beruf entscheiden können“, schließt Zwerger die Aussendung der Freiheitlichen.

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