von lif 05.10.2026 17:57 Uhr

myCIVIS: Fast zwei Millionen Zugriffe in drei Monaten

Das Bürgerportal myCIVIS ist in Südtirol angekommen. In drei Monaten verzeichnete die Plattform knapp 1,91 Millionen Zugriffe und mehr als 93.000 Menschen haben sich ein persönliches Konto angelegt.

Das Bürgerportal myCIVIS hat sich gut entwickelt. Seit dem Start im Jahr 2025 haben sich etwa 93.000 Bürger in ihren persönlichen Bereich eingeloggt. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

Die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Ende Mai bis Ende August. Im Schnitt riefen 20.968 Personen pro Tag das Portal auf. Insgesamt wurden 5,7 Millionen Seiten angesehen, berichtet das LPA. Fast die Hälfte aller Zugriffe betraf den geschützten persönlichen Bereich, in den sich j jeder Bürger einloggen kann. „Die neuesten Nutzungsdaten zeigen, dass sich das Portal seit seiner Einführung rasch etabliert hat und zunehmend für konkrete Verwaltungsvorgänge genutzt wird“, sagt Alexander Steiner, Generaldirektor des Landes Südtirol. Ziel sei eine Verwaltung, die so zugänglich und bürgernah wie möglich ist.

Seit dem Start im Februar 2026 wurden 93.681 sogenannte Onboardings abgeschlossen. Wer eingeloggt ist, erhält Zugang zu personalisierten Diensten. Künftig sollen Anträge, Zahlungen, Dokumente, Termine und Mitteilungen an einem Ort verwaltet werden können. Auch den Stand eines laufenden Verfahrens soll man dann leichter nachvollziehen können.

Gesucht wird nach dem Anliegen, nicht nach dem Amt

Interessant ist, wie die Menschen das Portal nutzen. Sie suchen nicht nach Ämtern oder Amtsbezeichnungen, sondern nach ihrem konkreten Anliegen. 64,8 Prozent der Anfragen an den digitalen myCIVIS-Agenten drehen sich um Interessen und Bedürfnisse. Nur 1,2 Prozent nennen einen bestimmten Verwaltungsdienst. Insgesamt gab es bereits mehr als 434.000 Interaktionen mit dem digitalen Assistenten. „Die Daten helfen uns zu verstehen, wie Bürger tatsächlich mit der Verwaltung interagieren. Daraus leiten wir konkrete Verbesserungen ab“, sagt Josef T. Hofer, Direktor der Agentur für ein digitales Südtirol.

47.000 Bewertungen von Nutzern ausgewertet

Das Portal wird laufend anhand der Rückmeldungen überarbeitet. Laut Südtiroler Informatik AG wurden mehr als 47.000 Bewertungen und über 4.300 Textkommentare ausgewertet. Daraus entstanden schon mehrere Verbesserungen. SIAG-Generaldirektor Stefan Gasslitter nennt eine stabilere Anmeldung, ein laufendes Fehlermonitoring, ein einfacheres Onboarding und eine neue Suche mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz.

Auch der Service Desk wurde ausgewertet. 21.700 Anfragen gingen im untersuchten Zeitraum ein, betreut über Telefon, Live-Chat, WhatsApp und andere Kanäle. 87,8 Prozent davon gelten als gelöst. Seit August sind zusätzlich die DigiPoints in den Gemeinden Teil des Konzepts.

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