Bis zu 28 Unterrichtsstunden: Neuer Lehrerstreit in Südtirol

ASGB kritisiert Vertragsentwurf
In die laufenden Vertragsverhandlungen für Südtirols Lehrer kommt neue Unruhe. Ein vom Land vorgelegter Entwurf sieht die Möglichkeit vor, die wöchentliche Unterrichtszeit von derzeit höchstens 24 auf bis zu 28 Stunden auszuweiten.
Die Schulgewerkschaft im ASGB lehnt diese Regelung ab. Nach Angaben der Gewerkschafterin Petra Nock sei der betreffende Abschnitt zuvor weder besprochen noch ausgehandelt worden.
„Der Verhandlungspartner hat eigenmächtig eigentlich in diesen Entwurf einen Teil eingefügt, den wir niemals besprochen haben oder verhandelt haben“, erklärte Nock.
Land betont Freiwilligkeit
Der Verhandlungsleiter des Landes, Hermann Troger, weist die Kritik zurück. Über die Möglichkeit einer höheren Zahl an Unterrichtsstunden sei sehr wohl gesprochen worden.
Nach Darstellung des Landes soll keine allgemeine Verpflichtung zu 28 Unterrichtsstunden eingeführt werden. Der neue Vertrag soll Lehrern lediglich ermöglichen, freiwillig mehr als die bisherige Obergrenze von 24 Stunden zu unterrichten. Niemand solle zu zusätzlichen Stunden gezwungen werden.
Verhandlungen gehen am Dienstag weiter
Wie Rai Südtirol berichtet, wollen Land und Gewerkschaften ihre Gespräche am Dienstag, 6. Oktober, fortsetzen. Neben der Arbeitszeit geht es auch um die Angleichung der Gehälter von Lehrern an staatlichen Schulen und Landesschulen.
Eine Ausweitung auf bis zu 28 Unterrichtsstunden ist bislang nicht beschlossen. Derzeit liegt lediglich ein Vertragsentwurf vor, über dessen Inhalt weiter verhandelt wird.






