von lif 04.10.2026 10:25 Uhr

Über 1.000 Sirenen heulten am Samstag

Am Samstag war es in Tirol wieder laut. Beim österreichweiten Zivilschutztag wurden alle Sirenen überprüft, dazu kam ein doppelter Test des Warnsystems AT-Alert.

Bild: APA

Getestet wurde die Funktionsfähigkeit aller 1.025 Sirenen mit vier verschiedenen Signalen. Das Ergebnis fällt sehr positiv aus, berichtet das Land Tirol. 1.022 Sirenen funktionierten, das sind 99,7 Prozent. Die schadhaften Geräte werden umgehend repariert. Auch der AT-Alert wurde zweimal ausgelöst, einmal durch das Innenministerium und einmal durch das Landes-Warn- und Lagezentrum. Beide Male funktionierte die Übermittlung.

„Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es, die Bevölkerung schnell über eine mögliche Bedrohung zu informieren“, erklärt Sicherheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. Regelmäßige Tests seien unerlässlich. „Wir sind also weiterhin für den Ernstfall gerüstet.“ Der Zivilschutztag diene aber nicht nur dem Test der Technik. „Er soll auch das Bewusstsein für den Zivilschutz in der Bevölkerung erhöhen. Jede und jeder trägt für die eigene Sicherheit Verantwortung.“

Was tun, wenn die Sirene heult?

„Wer einen Zivilschutzalarm hört oder einen AT-Alert erhält, muss die Warnung ernst nehmen und selbstständig handeln“, appelliert Geisler. Konkret heißt das: Ruhe bewahren, offizielle Informationen einholen, etwa über Website und Social-Media-Kanäle des Landes Tirol, und die Anweisungen der Behörden befolgen. Die Notrufnummern sollten für akute Notfälle frei bleiben. Vorsorglich empfiehlt der Landeshauptmannstellvertreter, dass jeder Haushalt sich zumindest eine Woche lang selbst versorgen kann. Tipps dazu gibt es im Bevorratungsratgeber des Landes unter www.tirol.gv.at/bevorratungsratgeber.

Keinen AT-Alert bekommen?

Mit dem AT-Alert können die Behörden seit Herbst 2024 Warnungen direkt auf alle empfangsbereiten Handys in einem Gefahrengebiet schicken. Am Zivilschutztag wurde er als „Notfallalarm“, also höchste Warnstufe, sowie als „Gefahreninformation“ versandt. Wer nichts erhalten hat, kann mehrere Gründe dafür haben, erklärt das Land Tirol. Das Gerät war ausgeschaltet oder im Flugmodus, es hat nicht das aktuellste Update, oder die entsprechende Warnstufe war nicht aktiviert. Automatisch aktiv ist bei Handys nämlich nur die höchste Stufe „Notfallalarm“. Alle anderen müssen selbst eingeschaltet werden.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite