400-Betten-Hotel an der Plose vorerst gestoppt

Mit dem Ablauf des Bettenstopps am 30. September konnte für das Projekt der Athesia-Gruppe keine Baukonzession erteilt werden. Der Grund sei, dass wesentliche Unterlagen fehlten, so die STF. Damit verfallen die vorgesehenen Bettenrechte. „Wir fordern, den ohnehin ausufernden Massentourismus in Südtirol nicht weiter voranzutreiben, sondern endlich die Lebensqualität der Einheimischen in den Vordergrund zu stellen“, sagt der Landtagsabgeordnete Hannes Rabensteiner. Die Partei warnt seit Jahren vor den Folgen des Tourismuswachstums.
„Ein weiteres 400-Betten-Hotel würde zusätzlichen Boden versiegeln, enorme Mengen an Wasser und Energie benötigen und noch mehr Verkehr auf die ohnehin überlasteten Straßen bringen“, erklärt Bernhard Zimmerhofer. Immer mehr Betten bedeuteten für die Einheimischen mehr Belastung und weniger Raum zum Leben. Dazu komme der Mangel an Arbeitskräften, denn ein großer Teil der Mitarbeiter komme inzwischen von außerhalb des Landes, weil der lokale Arbeitsmarkt nahezu leergefegt sei. „Die Grenzen des Wachstums sind längst erreicht“, so Zimmerhofer.
Sven Knoll stellt die Frage, für wen immer größere Hotels überhaupt gebaut werden. Den Einheimischen nütze das wenig. „Südtirol importiert sich nur selbst ausländische Arbeitskräfte, die der deutschen Sprache oft nicht mächtig sind und zudem Wohnungen benötigen, die dann den einheimischen Familien fehlen“, sagt der Abgeordnete.
Fast 20.000 Unterschriften gegen das Projekt
Auch in der Bevölkerung stößt das Vorhaben auf Widerstand. Eine Petition gegen das Hotelprojekt hat inzwischen fast 20.000 Unterschriften erreicht. Für die Süd-Tiroler Freiheit ist das ein deutliches Zeichen, dass der weitere Bettenausbau nicht mehr im Interesse der Bevölkerung liegt.






