von lif 16.09.2026 10:27 Uhr

Tiroler Straßenmeisterei erhält Award

Eine Mure hat Ende Juni das hintere Pitztal von der Außenwelt abgeschnitten. Innerhalb einer Woche stand eine Ersatzstraße. Dafür gab es nun eine Auszeichnung in Wien.

Durch die neue Ersatztrasse konnten die Wartezeiten aufgrund kürzerer Ampelintervalle deutlich reduziert werden. Auch Reisebusse, Lastkraftwagen mit Anhängern sowie Sattelkraftfahrzeuge können das hintere Pitztal wieder erreichen. (© Land Tirol/Järvinen)

Ende Juni verschüttete und unterspülte eine Mure die Pitztalstraße im Gemeindegebiet von St. Leonhard auf rund 500 Metern Länge. Teile der Straße brachen vollständig weg, vier Brücken wurden zerstört. Die Landesstraße musste zwischen Hairlach und Eggenstall gesperrt werden, das hintere Pitztal war auf dem Straßenweg nicht mehr erreichbar. Zeitweise waren rund 1.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten. „Für uns war klar: Jede Stunde zählt“, berichtet Hartmut Neurauter von der Straßenmeisterei Zams. Zunächst wurde eine bestehende Umfahrung ertüchtigt, damit die Eingeschlossenen das Tal verlassen und Waren hineingebracht werden konnten. Weil diese Behelfslösung aber nur einspurig befahrbar war und für größere Fahrzeuge nicht ausreichte, errichteten die Arbeiter in kürzester Zeit eine komplett neue Ersatzstraße neben der zerstörten Landesstraße. 

800 Arbeitsstunden in einer Woche

Gearbeitet wurde rund um die Uhr. „Insgesamt waren zehn Mitarbeiter der Straßenmeisterei Zams gemeinsam mit den Feuerwehren des Pitztals, dem Wasserbau des Baubezirksamts Imst, zahlreichen weiteren Einsatzkräften sowie externen Firmen Tag und Nacht im Einsatz“, erklärt Bernd Stigger, Leiter des Baubezirksamts Imst. Allein die zehn Mitarbeiter leisteten in der ersten Woche 800 Arbeitsstunden, zeitgleich waren bis zu neun Bagger und zahlreiche Lkw im Einsatz.

Für diese Leistung wurde die Straßenmeisterei Zams am Dienstag in Wien mit dem Ö3-Verkehrsaward 2026 in der Kategorie „Straßenmeisterei“ ausgezeichnet. 

Arbeiten dauern bis Dezember

Abgeschlossen ist die Sache damit noch nicht. „Die Uferböschung ist grundsätzlich gesichert, weitere abschließende Arbeiten sind jedoch noch notwendig. Zudem müssen wir die Landesstraße auf 500 Metern komplett neu errichten“, sagt Johannes Monz vom Baubezirksamt Imst. Auch die Bichlbachbrücke wird von Grund auf neu aufgebaut. Die endgültige Instandsetzung soll voraussichtlich Mitte Dezember abgeschlossen sein. Bis dahin leistet die Ersatzstraße ihren Dienst.

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