Deeg will Wartezeit auf Waffenpass verkürzen

Besonders problematisch ist die lange Bearbeitungszeit, wenn der Waffenpass im Frühjahr erneuert werden muss. Zieht sich die Ausstellung des neuen Dokuments bis weit in die Jagdsaison hinein, können Betroffene ihrer Tätigkeit vorübergehend nicht nachgehen. Der Waffenpass muss alle fünf Jahre, ausgehend vom jeweiligen Geburtsdatum, erneuert werden.
Waltraud Deeg hat das Thema nach mehreren Hinweisen in ihren Bürgersprechstunden mit einer Landtagsanfrage aufgegriffen. Zuständig für die Ausstellung ist der Staat. Die Anfrage wurde daher an das Regierungskommissariat weitergeleitet, eine Antwort steht bislang noch aus. Als Gründe für die Verzögerungen werden unter anderem Personalengpässe genannt.
Bereits in der Vergangenheit wurden gemeinsam mit dem Jagdverband und dem Land Maßnahmen unterstützt, um den Rückstau abzubauen. Eine dauerhafte Lösung sei dadurch jedoch nicht erreicht worden. Auch die zeitweise Unterstützung durch Landespersonal ist nach dem Auslaufen einer Vereinbarung mit dem Staat nicht mehr möglich.
Deeg hat inzwischen das Gespräch mit dem Quästor gesucht. Dabei wurde auf ein Modell in Trient verwiesen, das unter anderem die Ausstellung von Waffenpässen umfasst. Dieses könnte aus ihrer Sicht als Vorbild für Südtirol dienen. „Wir sollten nicht bei null anfangen, wenn es in Trient bereits ein Modell gibt, das funktioniert“, erklärt Deeg.
Die SVP-Landtagsabgeordnete will das Thema weiterverfolgen. Ziel müsse es sein, den bestehenden Rückstau rasch abzubauen und künftig sicherzustellen, dass Jäger ihre Dokumente rechtzeitig erhalten.






