von lif 09.09.2026 09:39 Uhr

Stress im Alltag: Warnzeichen erkennen und gegensteuern

Der Sommer ist vorbei, Schule und Arbeit geben wieder den Takt vor. Das Gesundheitsressort erklärt, woran man merkt, dass die Belastung zu groß wird, und was dagegen hilft.

Bild: APA (dpa)

Stress ist zunächst eine natürliche Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Kurzfristig macht er aufmerksam, fördert die Konzentration und hilft, Aufgaben zu bewältigen. Gleichzeitig schaltet der Körper mit steigendem Herzschlag und Blutdruck, schneller Atmung und der Ausschüttung von Stresshormonen aber auf Alarmbereitschaft.

Nach der Belastung braucht der Körper Ruhe. Fehlt diese Erholung über längere Zeit, können Körper und Psyche darunter leiden. Dauerstress kann Schlaf, Konzentration und Lebensqualität beeinträchtigen, bestehende Beschwerden verschlimmern und psychische Erkrankungen begünstigen. Auch Herz, Kreislauf, Verdauung und Immunsystem werden belastet. Eine anstrengende Phase bedeutet aber nicht automatisch, dass jemand krank ist.

Diese Warnzeichen gibt es

Stress zeigt sich bei jedem Menschen anders. Mögliche körperliche Warnzeichen sind laut Gesundheitsressort Kopf- oder Bauchschmerzen, Verspannungen, Herzklopfen, Atembeschwerden, Müdigkeit und Schlafprobleme. Dazu kommen innere Unruhe, Reizbarkeit, Ängstlichkeit, Grübeln, Konzentrationsprobleme oder das Gefühl der Überforderung. Bei Kindern und Jugendlichen äußert sich Stress oft durch Bauch- oder Kopfschmerzen, schlechten Schlaf, Müdigkeit oder Schwierigkeiten beim Lernen.

Was hilft

„Stress gehört manchmal zum Leben und lässt sich nicht vollständig vermeiden. Wichtig ist, dass aus einer vorübergehenden Belastung kein Dauerzustand wird“, sagt Gesundheitslandesrat Hubert Messner. „Wir sollten deshalb auch auf Erholung, Bewegung, ausreichend Schlaf und Zeit für uns selbst achten.“ Das Gesundheitsressort rät in einer Aussendung zu einer festen Tagesstruktur, genügend Schlaf, regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung. Auch Pausen und Gespräche mit vertrauten Menschen helfen. Wer Nachrichten oder soziale Medien als zusätzliche Belastung empfindet, kann die Nutzung bewusst einschränken.

Hält die Überforderung an oder beeinträchtigt sie Schlaf und Alltag, sollte man sich Unterstützung suchen. Erste Anlaufstellen sind Hausärzte sowie psychologische oder psychotherapeutische Fachkräfte. Kinder und Jugendliche können sich auch an Eltern, Lehrpersonen oder andere Vertrauenspersonen wenden. „Wenn die Belastung zu groß wird, ist es wichtig, darüber zu sprechen und sich Unterstützung zu holen“, betont Messner.

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