von mmh 08.09.2026 11:38 Uhr

Landesstraße nach Völs wird ausgebaut – Tunnel geplant

Der Ausbau der Landesstraße nach Völs wird fortgesetzt. Für das zweite Baulos hat die Landesregierung nun eine Kostenanpassung auf insgesamt 42 Millionen Euro genehmigt. Geplant ist unter anderem ein rund 500 Meter langer Tunnel.

Das Land Südtirol setzt die Ausbauarbeiten entlang der Völser Straße fort. (Foto: LPA/Ressort Infrastrukturen und Mobilität)

Das zweite Baulos betrifft den Abschnitt der Landesstraße zwischen Kilometer 1,950 und Kilometer 3,400. Insgesamt sind dafür künftig 42 Millionen Euro vorgesehen. Rund 30 Millionen Euro entfallen auf die Bauarbeiten, weitere rund 12 Millionen Euro stehen für Verwaltungskosten und andere dafür vorgesehene Beträge zur Verfügung.

„Mit dieser Maßnahme führen wir den Ausbau der Landesstraße nach Völs konsequent weiter und greifen in einem Abschnitt ein, der aus geologischer Sicht und hinsichtlich der Sicherheit besonders anspruchsvoll ist“, erklärt Mobilitäts- und Infrastrukturlandesrat Daniel Alfreider. Die Verbindung zwischen Blumau, Völs, Seis, Kastelruth und der Seiser Alm solle dadurch sicherer, moderner und zuverlässiger werden.

Neuer Tunnel geplant

Kernstück des Projekts ist der Ausbau der bestehenden Straßenführung. Im besonders geologisch gefährdeten Bereich zwischen Kilometer 2,520 und Kilometer 3,040 soll ein rund 500 Meter langer Tunnel entstehen.

Auch die Straßenabschnitte unmittelbar vor und nach dem Tunnel werden angepasst. Der etwa 600 Meter lange Abschnitt davor sowie der rund 350 Meter lange Abschnitt danach sollen talseitig und teilweise auch bergseitig verbreitert werden. Zusätzlich sind Stützmauern aus Beton vorgesehen, die mit Naturstein verkleidet werden.

Erstes Baulos bereits in Bau

Während das zweite Baulos noch vorbereitet wird, laufen die Arbeiten am ersten Abschnitt bereits. Dieser reicht von Kilometer 1,450 bis Kilometer 1,950 und umfasst auch die Bushaltestelle „Faust“.

„Das erste Baulos zwischen Kilometer 1,450 und Kilometer 1,950, zu dem auch die Bushaltestelle ‚Faust‘ gehört, befindet sich derzeit in Bau und soll im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden“, erklärt Ingenieur Paolo Nannucci vom Amt für Straßenbau Mitte/Süd.

Die Ausschreibung für das zweite Baulos ist für das kommende Jahr vorgesehen. Damit sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um den bereits begonnenen Ausbau entlang der wichtigen Straßenverbindung fortzusetzen.

Warum die Kosten steigen

Die Anpassung der Gesamtkosten wurde laut Land aufgrund mehrerer Faktoren notwendig. Dazu zählen zusätzliche Erkenntnisse aus den geognostischen Untersuchungen, gestiegene Sicherheitsanforderungen infolge neuer gesetzlicher Bestimmungen und Richtlinien zwischen 2021 und 2025 sowie die Anpassung der Einheitspreise an die Preissteigerungen der vergangenen Jahre.

Derzeit wird das Ausführungsprojekt ausgearbeitet. Die Finanzierung der 42 Millionen Euro ist bereits im mehrjährigen Landesprogramm für Straßenbauvorhaben 2026–2028 vorgesehen.

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