MCI-Zukunft weiter offen: NEOS warnen vor Schaden für Tirol

„Seit Jahren wurde geplant, beraten, verschoben und letzten Endes der Neubau abgesagt“, erklärt NEOS-Landtagsabgeordnete Susanna Riedlsperger. Statt des ursprünglich vorgesehenen Neubaus sei eine Sanierung bestehender Gebäude angekündigt worden. Dabei soll auch eine Mietoption für Immobilien im Privatbesitz geprüft werden.
Nach Ansicht der NEOS fehlt es allerdings weiterhin an konkreten Plänen. Für die Sanierung gebe es nach wie vor weder ein Konzept noch einen Zeitplan. „Der einzige Plan ist, dass man mit Steuergeld Bestandsgebäude von Immobilieninvestoren sanieren möchte“, kritisiert Riedlsperger. Wie dies konkret umgesetzt werden solle und welche Kosten dadurch auf das Land zukommen würden, sei weiterhin offen.
„Kein einziger neuer Studienplatz“
Die NEOS bemängeln, dass aus bisherigen Kostenschätzungen, Ankündigungen und gegenseitigen Schuldzuweisungen keine zusätzlichen Studienplätze entstehen würden.
Riedlsperger fordert die Landesregierung deshalb auf, die öffentliche Auseinandersetzung zu beenden und konkrete Schritte zu setzen. „Anstatt sich öffentlich zu streiten, sollte die Landesregierung endlich in die Umsetzung kommen“, so die NEOS-Landtagsabgeordnete.
Gleichzeitig äußert sie den Verdacht, dass das Thema möglicherweise bis nach der kommenden Landtagswahl aufgeschoben werden könnte. Danach solle sich „jemand anderer darum kümmern“, so Riedlsperger.
Kritik an Folgen für das MCI
Besonders kritisch sehen die NEOS die möglichen Auswirkungen auf den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol sowie auf zukünftige Studierende. Die mittlerweile „peinliche Posse“ schade aus ihrer Sicht diesen Bereichen.
„Die Leidtragenden dieser mittlerweile peinlichen Posse sind der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Tirol und die zukünftigen Studierenden“, sagt Riedlsperger. Profitiert hätten bislang lediglich „eine Handvoll Berater auf Kosten der Steuerzahler“.
Auch um den Ruf des MCI macht sich die NEOS-Politikerin Sorgen. Die international weiterhin angesehene Hochschule könnte durch die anhaltenden Probleme Schaden nehmen. „Dass darunter letzten Endes der Ruf des international noch angesehenen MCI leidet, ist ihnen offenbar egal“, kritisiert Riedlsperger abschließend.






