von mmh 02.09.2026 16:02 Uhr

So soll Arbeitsintegration in Südtirol besser gelingen

Das Land Südtirol startet eine neue Fortbildungsreihe für Bezugspersonen in Betrieben. Sie sollen künftig besser darauf vorbereitet werden, Menschen mit Behinderung im Arbeitsalltag zu unterstützen und damit langfristig zur Stabilität von Arbeitsverhältnissen beizutragen. Die ersten Termine finden in Bruneck und Schlanders statt.

Werden Menschen mit Behinderungen im Rahmen der Arbeitsintegration angemessen unterstützt, sind gute Voraussetzungen für ein stabiles und langfristiges Arbeitsverhältnis geschaffen. Das Land Südtirol bietet nun erstmals Schulungen für Bezugspersonen in Betrieben an. (Foto: www.pexels.com)

Damit Menschen mit Behinderung erfolgreich in den Arbeitsalltag integriert werden können, spielt die Begleitung im Betrieb eine wichtige Rolle. Das Amt für Arbeitsmarktintegration des Landes Südtirol startet deshalb ab Herbst erstmals spezielle Schulungen für sogenannte Bezugspersonen.

Diese Personen stehen den neu vermittelten Mitarbeitern im Betrieb beratend und unterstützend zur Seite. Ziel ist es, die Zusammenarbeit im Arbeitsalltag zu erleichtern und die berufliche Integration nachhaltig zu fördern.

Arbeitslandesrätin Magdalena Amhof sieht in den Bezugspersonen wichtige Schlüsselfiguren. „Im Schnitt vermitteln wir pro Jahr südtirolweit 200 Menschen mit Behinderungen durch eine maßgeschneiderte und begleitete Arbeitseingliederung an Betriebe und Unternehmen“, erklärt Amhof.

Gerade jene Personen, die den vermittelten Mitarbeitern im Betrieb Hilfestellung geben, hätten dabei eine besondere Bedeutung. Mit den neuen Schulungen sollen sie gezielt auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Die Fortbildungen werden ab Herbst in allen Bezirken Südtirols angeboten.

Betriebe wünschen sich konkrete Hilfestellungen

Die Idee für die neue Schulungsreihe entstand laut Magdalena Oberrauch, Direktorin des Amts für Arbeitsmarktintegration, aus Rückmeldungen von Betrieben.

Unternehmen hätten von ihren Herausforderungen bei der Integration berichtet und sich konkrete Methoden und Fertigkeiten für den Arbeitsalltag gewünscht.

Neben der professionellen Arbeitsplatzbegleitung durch die Sozialdienste während der Arbeitseingliederungsprojekte übernehmen auch die Bezugspersonen eine wichtige Funktion. Sie können den täglichen Umgang mit den neuen Mitarbeitern maßgeblich mitgestalten und damit zu einer erfolgreichen Integration beitragen.

Erste Termine in Bruneck und Schlanders

Die ersten kostenlosen Fortbildungen stehen bereits fest. Die Teilnehmer erhalten praktische Informationen, Methoden für den Arbeitsalltag sowie Hinweise zur erfolgreichen Begleitung und Integration am Arbeitsplatz.

Bruneck:
Die erste Schulung findet am 30. September 2026 von 15 bis 17 Uhr im NOI Techpark Bruneck, Europastraße 9, statt. Die Anmeldung erfolgt per E-Mail an katja.lamprecht@provinz.bz.it. Dabei sollen der Name des Teilnehmenden und des Betriebs angegeben werden.

Schlanders:
Der zweite Termin ist für den 15. Oktober 2026 von 15 bis 17 Uhr in der Schlandersburg, Schlandersburgstraße 6, angesetzt. Anmeldungen sind bis zum 5. Oktober 2026 per E-Mail an annamaria.gruener@provinz.bz.it möglich. Auch hier müssen der vollständige Name des Teilnehmenden und der Betrieb angegeben werden.

Weitere Schulungstermine sollen ab Herbst in allen Bezirken des Landes angeboten werden.

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