von red 26.08.2026 12:30 Uhr

Ötztaler Ache: Wassersportverbot sorgt für Kritik

Seit kurzer Zeit gilt auf einem Teil der Ötztaler Ache ein Wassersportverbot. Grund ist eine eventuelle erhöhte bakterielle Belastung des Gewässers. Für die Raftingunternehmen in der Region hat die Sperre wirtschaftliche Folgen. Als Auslöser wird der Schaden an der Kläranlage Sölden nach den Unwettern Ende Juli genannt.

Momentan ist das Rafting auf der Ötztaler Ache nicht erlaubt (Quelle: Wikimedia Commons, Oetztaler-Ache01.jpg, über Wikipedia, Artikel „Ötztaler Ache“).

Über mehrere Wochen musste Abwasser ungefiltert in die Ötztaler Ache eingeleitet werden. Erst seit gut einer Woche ist wieder eine Grobreinigung möglich. Die Bezirkshauptmannschaft Imst hat aus diesem Grund ein Befahrungsverbot für einen Teil der Ötztaler Ache verhängt.

Für die Raftingunternehmen in der Region kommt die Sperre mitten in der Hochsaison. Bis Mitte September hätten noch rund 500 Gäste eine Raftingtour auf der Ötztaler Ache gebucht. Die Unternehmen müssen die Touren absagen. Die Wassersportler weichen nun auf den Inn, etwa in die Imster Schlucht oder nach Haiming aus.

In Sölden sorgt das Befahrungsverbot für Unverständnis. Ortschef Ernst Schöpf kann die Entscheidung nicht nachvollziehen, auch wenn er sie zur Kenntnis nimmt. Er berichtet, dass die Kläranlage in der Zwischenzeit wieder zum Teil funktioniert. Grobe Verschmutzungen werden ausgefiltert. Über die Anlage fließen täglich 4.000 bis 6.000 Kubikmeter Wasser. Die zusätzliche Wassermenge aus weiteren Zuflüssen verdünnt die Belastung in der Ötztaler Ache. Bis die mikrobiologische Reinigung der Kläranlage wieder zur Gänze funktioniert, kann es noch einige Wochen bis Monate dauern. Ferner müssen dafür noch Ersatzteile geliefert werden.

Andreas Raffeiner

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