von mmh 25.08.2026 16:45 Uhr

Vinschger Bahn wird ausgebaut: Das ändert sich mit Schulbeginn

Mit dem Start des neuen Schuljahres am 7. September wird das Bahnangebot im Vinschgau erneut erweitert. Die neuen Elektrozüge fahren künftig bis Latsch. Damit ist Schlanders wieder direkt von Mals und Meran aus mit der Bahn erreichbar.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider (zweiter von links) gemeinsam mit Altlandesrat Richard Theiner, Landesrätin Rosmarie Pamer, der Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger, Landeshauptmann Arno Kompatscher und STA-Generaldirektor Joachim Dejaco. (Foto: LPA/Ingo Dejaco)

Die schrittweise Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn geht in die nächste Phase. Ab dem 7. September wird der Betrieb mit den neuen Elektrozügen von Mals bis Latsch ausgeweitet.

Für Fahrgäste bedeutet das, dass Schlanders wieder direkt mit dem Zug sowohl aus Richtung Mals als auch aus Richtung Meran erreichbar ist. Zwischen Latsch und Meran kommen zunächst weiterhin Dieselzüge zum Einsatz.

Ersatzbus bleibt bis Dezember

Um während der Übergangsphase weiterhin eine direkte Verbindung durch das gesamte Tal anzubieten, bleibt der Ersatzbus B250 zwischen Mals und Meran bis zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 bestehen.

Damit setzt sich das Verkehrsangebot zunächst aus mehreren Elementen zusammen: Elektrozüge verkehren zwischen Mals und Latsch, Dieselzüge zwischen Latsch, Laas und Meran. Zusätzlich verbindet der B250 Mals und Meran direkt miteinander.

Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider spricht von einem wichtigen Schritt bei der Modernisierung der Bahn. Bei dem Projekt werde die Elektrifizierung einer Regionalbahnstrecke mit dem europäischen Zugkontrollsystem ETCS Level 2 verbunden. Gleichzeitig werde eine neue Zuggeneration eingeführt und das Angebot schrittweise ausgebaut.

„Wir befinden uns in der Schlussphase eines komplexen Transformationsprozesses, der dem Vinschgau einen moderneren, dichteren und zuverlässigeren Bahnverkehr bringen wird“, so Alfreider.

Halbstundentakt ab Dezember

Die nächste große Änderung ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2026 vorgesehen. Dann sollen die Elektrozüge direkt bis nach Meran fahren.

Gemeinsam mit den Dieselzügen soll auf der Strecke zwischen Mals und Meran wieder ein Halbstundentakt angeboten werden. Ab Frühjahr 2027 ist anschließend die nächste Ausbaustufe geplant: Dann sollen die ersten direkten Verbindungen zwischen Mals und Bozen starten.

Parallel dazu wird der Bahnverkehr Schritt für Schritt vollständig auf elektrischen Betrieb umgestellt.

„Unser Ziel ist klar: den Vinschgau immer besser mit Meran und Bozen zu verbinden und ein attraktives Bahnangebot im Halbstundentakt zu schaffen“, erklärt Alfreider.

Mit dem Projekt solle langfristig mehr Kapazität, Komfort und Zuverlässigkeit für Schüler, Pendler und alle Nutzer des öffentlichen Verkehrs geschaffen werden.

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