Die erschreckenden Zahlen zur Lebensmittelverschwendung

Global betrachtet ist das Ausmaß enorm. Rund ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel landet im Abfalleimer. Laut dem UN Food Waste Index 2024 sind das mehr als eine Milliarde Tonnen genießbarer Nahrung pro Jahr, die weggeworfen wird, bevor sie überhaupt gegessen werden kann. Besonders bitter wird diese Zahl im Vergleich, denn während in den Industrienationen Essen im großen Stil im Müll landet, haben weltweit fast eine Milliarde Menschen täglich nicht genug zu essen.
Auch Südtirol trägt seinen Teil dazu bei. Jeder Südtiroler entsorgt im Schnitt 27,5 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr. Anschaulich rechnet es das Land vor. weil statistisch gesehen landet jedes Lebensmittel, das ab September produziert wird, in der Mülltonne. Weggeworfen werden vor allem Obst und Gemüse, gekochtes und selbst zubereitetes Essen sowie Brot und Backwaren.
Die Verschwendung kostet nicht nur Essen, sondern auch viel Geld. EU-weit wird der Marktwert der weggeworfenen Lebensmittel auf 132 Milliarden Euro geschätzt, dazu kommen noch einmal 9,3 Milliarden Euro für Sammlung und Entsorgung.
Das Ziel für 2030
Die Politik hat reagiert. Das Europäische Parlament beschloss im September 2025 erstmals verbindliche Reduktionsziele. Bis 2030 sollen Handel, Gastronomie, Catering und Haushalte 30 Prozent weniger verschwenden als im Durchschnitt der Jahre 2021 bis 2023. Auf globaler Ebene sehen die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sogar eine Halbierung der Lebensmittelabfälle pro Kopf im Handel und in den Haushalten vor.
Ob das gelingt, ist offen. Denn das Bewusstsein für das Problem ist längst da. Studien zeigen, dass die meisten Menschen wissen, dass sie zu viel wegwerfen. Am Verhalten ändert das bisher allerdings wenig.






