von ih 23.08.2026 17:11 Uhr

Unantastbar im UT24-Interview: „Wir machen eine Pause“

Am kommenden Wochenende wird es in Sterzing wieder laut: Das „Gegen die Stille Festival“ geht in seine vierte Ausgabe – und wartet heuer mit einigen besonderen Programmpunkten auf. Neben den ausverkauften Konzerten am Stadtplatz gibt es erstmals auch ein Akustikkonzert von Unantastbar auf dem Rosskopf. UT24 hat dazu mit Florian „Schkal“ Wieser, dem Schlagzeuger von Unantastbar gesprochen.

Unantastbar vor dem Zwölferturm in Sterzing

„Wollten bewusst verschiedene Musikrichtungen zusammenzubringen“

Organisiert wird das Festival wie gewohnt von Unantastbar gemeinsam mit der Tourismusgenossenschaft Sterzing. Das Konzept bleibt dabei bewusst vielseitig: Am Freitag und Samstag stehen Konzerte auf dem Sterzinger Stadtplatz auf dem Programm, am Samstag geht es zusätzlich auf den Rosskopf. Dort treten auf verschiedenen Hütten zeitversetzt Bands unterschiedlicher Stilrichtungen auf.

Gerade diese Mischung macht für Schlagzeuger Florian Wieser, besser bekannt als „Schkal“, den besonderen Reiz des Festivals aus. Von Blasmusik über Deutschrock bis hin zu einer AC/DC-Coverband reicht das musikalische Spektrum. „Wir wollten bewusst verschiedene Musikrichtungen zusammenzubringen, also auch verschiedene Genres“, erklärt Wieser im Gespräch mit UT24.

  • Foto: Gegen die Stille Festival

Ein Akustik-Konzert auf dem Rosskopf

Ein besonderer Programmpunkt findet bereits am Freitag statt: Unantastbar spielt erstmals ein Akustikkonzert auf dem Rosskopf.

Die Idee dahinter ist auch dem großen Interesse am Festival geschuldet. Die Konzerte auf dem Stadtplatz sind bereits seit rund einem Jahr ausverkauft. Deshalb wollte die Band zusätzlich ein Angebot schaffen, das auch ohne Festivalticket zugänglich ist. Auf einer kleinen Bühne neben der Bergstation soll Unantastbar ein eigens vorbereitetes Akustik-Set spielen. Das Konzert findet jedoch ausschließlich bei gutem Wetter statt.

Am Samstag folgt dann das „Bergprogramm“ mit mehreren Bands auf den Hütten des Rosskopfs. Für Florian Wieser ist gerade die Kombination aus Musik und Bergkulisse ein Alleinstellungsmerkmal des Festivals. Viele Besucher hätten ihm bereits gesagt, dass sie zwar zahlreiche Festivals besuchen, aber kaum jemals für ein Konzert auf einen Berg gefahren seien.

Mehrere Besonderheiten in diesem Jahr

Das Festival selbst findet heuer nach einjähriger Pause wieder statt. Der ungewöhnliche Rhythmus hat einen einfachen Grund: Die Veranstaltung bringt nicht nur die Band und die Organisatoren, sondern zahlreiche Betriebe und Partner in der Sterzinger Innenstadt zusammen. Geschäfte, Restaurants und Bars sind ebenso eingebunden wie die Infrastruktur am Berg. Deshalb habe man sich entschieden, das Festival nur alle zwei Jahre zu veranstalten.

Für Unantastbar ist das Konzert auf dem Stadtplatz unter dem Zwölferturm ohnehin etwas Besonderes. „Das ist einfach von mir aus gesehen eine ganz einmalige Geschichte und das ist auch für uns als Band, als Unantastbar, kann man schon sagen, das Highlight“, sagt Wieser.

Kurzentschlossene haben dennoch die Möglichkeit, Teil des Festivals zu werden: Der Stadtplatz ist restlos ausverkauft, der Rosskopf kann hingegen auch unabhängig davon besucht werden. Sowohl das Akustikkonzert als auch das Hüttenprogramm bieten damit noch eine Möglichkeit für Besucher, die kein Ticket für die Abendkonzerte ergattern konnten.

Auch musikalisch hält das Wochenende einige Höhepunkte bereit. Als Freitag-Headliner wird Danko Jones erwartet. Am Samstag steht mit Foiernacht eine Band aus der Umgebung von Sterzing auf der Bühne, die für Unantastbar eine besondere Bedeutung hat. Die Gruppe feiert ihr 20-jähriges Bestehen – und verbindet das Jubiläum mit ihrem Abschiedskonzert.

  • Foto: Gegen die Stille Festival

Unantastbar verabschieden sich in eine Pause

Für Unantastbar selbst könnte das Festival ebenfalls einen emotionalen Abschluss markieren. Die Band hat sich laut Wieser vorerst eine längere Pause nach dem Konzert vorgenommen. Ob und wann ein neues Album und eine anschließende Tour folgen, sei derzeit noch offen. Nach mehr als 20 Jahren Bandgeschichte sei das auch für die Musiker eine emotionale Situation.

Eines steht allerdings fest: Im kommenden Jahr wird es kein „Gegen die Stille Festival“ geben. Ob die Veranstaltung in zwei Jahren zurückkehrt, ist derzeit offen. „Das werden wir erst klären müssen“, so Wieser.

Damit könnte die diesjährige Ausgabe für Fans in Sterzing gleich in mehrfacher Hinsicht zu einem besonderen Wochenende werden: mit einem ausverkauften Stadtplatz, Musik auf dem Rosskopf, einem erstmaligen Akustikkonzert und möglicherweise einem der letzten großen Unantastbar-Auftritte für längere Zeit.

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