von ih 20.08.2026 08:36 Uhr

Lernen, wo Lebensmittel entstehen

Wie entsteht Milch? Woher kommt der Apfel? Und wie viel Arbeit steckt hinter unseren Lebensmitteln? Die Südtiroler Bäuerinnenorganisation (SBO) möchte solche Fragen auch im kommenden Schuljahr wieder direkt in die Schulen und auf die Höfe bringen.

Foto: SBO/Florian Andergassen

Mit Projekten wie „Schule.am.Bauernhof“, „Mit Bäuerinnen wertvolle Lebensmittel erleben“ sowie dem Apfel- und Milchschulprojekt erhalten Kinder und Jugendliche Einblicke in Landwirtschaft, Ernährung und regionale Kreisläufe. Dabei steht nicht nur Wissen im Mittelpunkt. Die Schüler sollen selbst entdecken, ausprobieren und erleben und dadurch einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln entwickeln.

„Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst entdecken, erleben und ausprobieren dürfen“, betont Landesbäuerin Antonia Egger. Gerade weil viele Kinder heute nur noch wenig direkten Bezug zur Landwirtschaft haben, seien solche Erfahrungen besonders wertvoll. Die SBO sieht die außerschulischen Bildungsangebote deshalb als wichtige Ergänzung zum Unterricht.

„Natur verstehen und erkennen, was sie uns schenkt“

Wie nachhaltig solche Projekte wirken können, zeigt Hildegard Winkler vom Wieserhof in Pawigl. Gemeinsam mit ihrem Mann Josef bietet sie dort „Schule.am.Bauernhof“ an.

Josef Winkler bringt zudem seit fast 30 Jahren sein Wollprojekt in die Schulen. Hildegard hat am Hof außerdem einen Kräuterlehrpfad aufgebaut. „Das Wichtigste ist, den Kindern die Natur zu verstehen und zu erkennen, was sie uns schenkt“, sagt sie. Diese Erfahrungen würden die Kinder später im Leben immer brauchen.

Die Bäuerinnenorganisation appelliert an Schulen, die bestehenden Angebote zu nutzen, und fordert gleichzeitig von Politik und zuständigen Ämtern geeignete Rahmenbedingungen für die Bildungsarbeit. Wer versteht, wie Lebensmittel entstehen, entwickelt laut SBO mehr Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern und ein stärkeres Bewusstsein für Nachhaltigkeit und die eigene Heimat.

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