Gericht: Renate Holzeisen erhebt schwere Vorwürfe

Nach Ansicht der Vita-Abgeordneten hätten die geltenden Vorschriften zur Baustellen- und Arbeitssicherheit eine Schließung des Gebäudes während der Arbeiten an der tragenden Struktur erforderlich gemacht. Auch mit provisorischen Stützvorrichtungen bleibe bei solchen Eingriffen ein erhöhtes Einsturzrisiko bestehen, argumentiert Holzeisen.
Das Land Südtirol ist Eigentümer des Gebäudes und hatte den Auftrag zum Austausch der tragenden Säulen erteilt. Holzeisen stellt deshalb die Frage, warum der Zugang zum Landesgericht für Mitarbeiter, Anwälte und die Öffentlichkeit während der Arbeiten nicht unterbrochen wurde. Auch die Verantwortlichen des Gerichts hätten nach den Arbeitssicherheitsbestimmungen entsprechende Maßnahmen verlangen müssen, so ihre Kritik.
Vorfall hätte schlimmer ausgehen können
Besonders kritisch sieht Holzeisen zudem die Zuständigkeit für die Ermittlungen. Sie fragt, warum die Untersuchungen von der Staatsanwaltschaft am Landesgericht Bozen geführt werden und nicht von der Staatsanwaltschaft in Triest, die bei möglichen Interessenskonflikten mit Bozner Richtern und Staatsanwälten zuständig wäre.
Renate Holzeisen warnt vor den möglichen Folgen des Einsturzes. Wäre das Gebäude wenige Stunden später eingestürzt, hätten sich zum Zeitpunkt des Unglücks zahlreiche Mitarbeiter, Anwälte, Mandanten und weitere Personen darin befinden können. Sie spricht deshalb von einem Fall mit potenziell katastrophalen Folgen und wirft den Verantwortlichen vor, den Vorfall kleinhalten zu wollen.






