von lif 13.08.2026 14:50 Uhr

Südtiroler Konsumklima hat sich verbessert

Im Juli zeigt das Konsumklima in Südtirol eine teilweise Erholung gegenüber dem Frühjahr. Der aktuelle Indexwert liegt jedoch weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt. Dies geht aus der vierteljährlichen Umfrage des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen hervor.

Bild: APA/dpa

Die im Juli vom WIFO unter den Südtiroler Konsumenten durchgeführte Erhebung zeigt ein Konsumklima, das sich gegenüber der vorangegangenen Umfrage im April um knapp fünf Punkte verbessert hat. Der entsprechende Index liegt nun bei -13,3 Punkten, berichtet die Handelskammer in einer Aussendung.

Die Erholung des Index ist vor allem auf die gestiegene Kaufbereitschaft bei langlebigen Konsumgütern wie Haushaltsgeräten und Möbeln zurückzuführen. Auch die Erwartungen der Haushalte hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft haben sich leicht verbessert, während die Einschätzungen zur eigenen finanziellen Lage gegenüber dem Frühjahr im Wesentlichen stabil geblieben sind. Dies hängt mit den anhaltenden Spannungen im Iran und dem erneuten Anstieg der Energiepreise zusammen, wodurch der Inflationsdruck auch in Südtirol hoch bleibt. Betrachtet man die berufliche Situation der Befragten, so betrifft die Verbesserung des Konsumklimas vor allem die Selbstständigen.

Auch in Europa zeigt das Konsumklima eine Erholung gegenüber dem Frühjahr. Im Juli stieg der Index für die Europäische Union (EU27) gegenüber April um 5,7 Punkte und erreichte −14,3 Punkte. Er liegt somit nur knapp unter dem Südtiroler Wert. In Deutschland betrug die Verbesserung rund fünf Punkte, der Index liegt nun bei -13,8 Punkten. In Italien und Österreich fällt der Wert niedriger aus und beträgt in beiden Ländern rund -19 Punkte, also sechs Punkte weniger als in Südtirol.

Der Präsident der Handelskammer, Michl Ebner, zeigt sich optimistisch: „Die Stärkung des Konsumklimas, insbesondere unter den Selbstständigen, ist ein positives Zeichen, denn gerade sie entscheiden darüber, ob investiert, innoviert und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden. Dieses verbesserte Vertrauen stellt eine wesentliche Voraussetzung dar, um Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in den kommenden Monaten zu unterstützen.“

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