von lif 13.08.2026 15:25 Uhr

„Konsequent gegen Bettelbetrüger vorgehen!“

Aufdringliches Betteln, falsche Spendenlisten, vorgetäuschte Krankheiten oder Behinderungen: In Südtirol kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen die Hilfsbereitschaft der Menschen ausgenutzt wird. Die Süd-Tiroler Freiheit fordert deshalb ein härteres Vorgehen gegen betrügerische, aggressive und organisierte Bettelei. Sie wird das Thema in den Landtag bringen.

Foto: Hiero / pixelio.de

In den vergangenen Jahren sind immer wieder Personen aufgefallen, die Passanten mit falschen Spendenaktionen um Geld bringen wollten. In anderen Fällen werden Menschen vor Geschäften oder auf der Straße hartnäckig angebettelt oder mit angeblichen Krankheiten und Notlagen zum Spenden gedrängt, so die Bewegung in einer Aussendung. Viele dieser Betrüger kommen nach Beobachtungen morgens mit dem Zug aus Norditalien nach Südtirol und fahren am Abend wieder zurück. „Wer wirklich in Not ist, braucht Hilfe. Wer aber eine Notlage vortäuscht, Menschen bedrängt oder mit erfundenen Geschichten und falschen Spendenaktionen Geld erschwindelt, darf nicht immer wieder ungestört weitermachen“, erklärt der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Hannes Rabensteiner.

Rabensteiner weiter: „Wenn dieselben Personen immer wieder auffallen, braucht es regelmäßige Kontrollen und spürbare Folgen. Wir fordern die zuständigen Behörden daher auf, besonders in Bozen verstärkt gegen Bettelbetrug, aggressive Bettelei und andere Betrugsmaschen vorzugehen.“

Der Süd-Tiroler Freiheit ist bewusst, dass die rechtliche Handhabe in vielen Fällen schwierig ist. Die Polizei habe jedoch die Möglichkeit, den Betrügern das erschwindelte bzw. erbettelte Geld abzunehmen. Würde diese Möglichkeit konsequenter genutzt, könnte dies eine abschreckende Wirkung haben. Die Süd-Tiroler Freiheit kündigt dazu eine Landtagsanfrage an. Sie will unter anderem wissen, wie viele Anzeigen es in den vergangenen fünf Jahren wegen solcher Vorfälle gegeben hat, wie oft gegen wiederholt auffällige Personen vorgegangen wurde und welche Maßnahmen die zuständigen Stellen ergreifen wollen, um das Problem endlich besser in den Griff zu bekommen.

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