Trotz Gewittern hohe Waldbrandgefahr

Wie das Land Tirol mitteilt, bringen lokale Gewitter derzeit zwar punktuell Niederschläge, eine nachhaltige Entspannung sei damit aber nicht verbunden. Wie trocken Wälder und Böden sind, zeigen mehrere Waldbrände der vergangenen Wochen, die nach Blitzschlägen entstanden sind. Ein kurzer Regenschauer dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Wälder vielerorts nach wie vor sehr trocken seien, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler. Gerade die jüngsten Brände nach Gewittern zeigten, wie rasch ein Feuer entstehen und sich entwickeln könne.
Boden- und Erdbrände besonders tückisch
Besonders problematisch sind laut Land Boden- und Erdbrände. Das trockene Unterholz kann bis weit in den Boden hinein betroffen sein, Glutnester halten sich über längere Zeit und können auch noch Tage später wieder aufflammen. Tirol hat seine Kompetenzen in der Vegetationsbrandbekämpfung über Jahre gezielt ausgebaut. In allen Bezirken stehen speziell ausgebildete Kräfte sowie entsprechendes Gerät bereit. An der Landesfeuerwehrschule in Telfs werden eigene Ausbildungen angeboten.
Vegetationsbrände seien äußerst anspruchsvolle Einsätze, betont Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter. Steiles Gelände, tief liegende Glutnester und die körperlich anstrengende Bodenbrandbekämpfung erforderten viel Personal und Spezialgerät. Entscheidend bleibe aber die Prävention: Offenes Feuer und jede mögliche Zündquelle hätten bei der derzeitigen Trockenheit im Wald nichts verloren. Wer Rauch oder einen Brand bemerke, solle unverzüglich die Feuerwehr über 122 alarmieren.
Der Mensch als häufigste Ursache
Auch wenn heuer zahlreiche Brände durch Blitzeinschlag entstanden sind: Statistisch werden bundesweit acht von zehn Waldbränden von Menschen verursacht. Das Feuerentzünden im Wald und in Waldnähe ist daher streng geregelt. Das Forstgesetz sieht klare Verbote, Voraussetzungen und Meldepflichten vor.
Man appelliere an alle Menschen, die geltenden Verbote ernst zu nehmen und im Wald besondere Vorsicht walten zu lassen, so Landesrätin Astrid Mair.






