Heuer bereits mehr als zwölf Tonnen Kriegsmaterial geborgen

Der Juli bildete mit 120 Einsätzen einen vorläufigen Höhepunkt, hieß es am Sonntag in der Aussendung. Das Bundesheer warnt eindringlich vor dem Berühren oder Bewegen verdächtiger Fundstücke. Alterungsprozesse machen historische Munition extrem empfindlich und unberechenbar. Wer auf potenziell gefährliche Gegenstände stößt, sollte den Fundort sofort sichern, Abstand halten und die Polizei unter dem Notruf kontaktieren. Die Polizei verständigt daraufhin umgehend den Entminungsdienst des Bundesheeres zur gefahrlosen Bergung und Beseitigung, wurde erläutert.
„Die beachtliche Menge von über zwölf Tonnen geborgener Sprengmittel führt uns vor Augen, wie präsent die verdeckten Gefahren der Vergangenheit noch heute sind“, betonte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP). „Der unermüdliche Einsatz unserer Entschärfungs- und Entminungsspezialisten schützt täglich Menschenleben und Infrastruktur in ganz Österreich.“
296 Einsätze in Niederösterreich
Der regionale Schwerpunkt der Bergungen lag in Niederösterreich, wo die Experten im bisherigen Jahresverlauf zu 296 Einsätzen ausrückten – mit Spitzenwerten im März (61 Einsätze) und Juli (57 Einsätze).
Auch in Oberösterreich war die Dienststelle intensiv gefordert und verzeichnete 88 Ausrückungen (davon 21 im Juni), dicht gefolgt von der Steiermark mit 77 Einsätzen (21 davon im Mai). In Kärnten summierten sich die Einsätze auf 46 (mit einem Schwerpunkt von 18 Ausrückungen im Juli), während in Wien 35 Einsätze gezählt wurden. Im Burgenland rückte der EMD 34-mal aus, in Tirol 27-mal. Weniger Funde wurden aus Salzburg (14 Einsätze) und Vorarlberg (sieben Einsätze) gemeldet.
apa






