FPÖ Tirol fordert Aufklärungskampagne gegen Zwangsehen

Minderjährige hauptsächlich betroffen
Auslöser der Forderung sind aktuelle Medienberichte, wonach Minderjährige trotz des in Österreich geltenden Eheverbots unter 18 Jahren gegen ihren Willen verheiratet werden.
Um die gesetzlichen Bestimmungen zu umgehen, würden Verlobungen oder religiöse Eheschließungen vorgenommen. Der Verein „Frauen aus allen Ländern“ geht laut den Berichten von einer hohen Dunkelziffer aus.
Abwerzger sieht sich durch diese Entwicklungen in der langjährigen Kritik seiner Partei bestätigt. Er spricht von einer zunehmenden Parallelgesellschaft, in der sich einzelne Personengruppen nicht an geltende Gesetze und gesellschaftliche Regeln hielten. Insbesondere wirft er der ÖVP vor, die Problematik über Jahre hinweg verharmlost zu haben.
Aufklärungsarbeit gefordert
Die Tiroler FPÖ fordert nun konkrete Maßnahmen des Landes.
Nach Ansicht Abwerzgers müsse verstärkt über die Gefahren und Mechanismen von Zwangsehen informiert werden. Aufklärungsarbeit sollte seiner Meinung nach insbesondere an Schulen sowie in Kinder- und Jugendzentren stattfinden. Gleichzeitig fordert er eine stärkere Sensibilisierung der Gesellschaft, um insbesondere minderjährige Mädchen und Frauen besser vor Zwangsehen zu schützen.
Abschließend appelliert der FPÖ-Landesparteiobmann an Politik und Gesellschaft, gemeinsam gegen Zwangsehen vorzugehen. Der Schutz von Kindern und Jugendlichen müsse oberste Priorität haben, um Leid, Ausbeutung und Gewalt wirksam entgegenzutreten.
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