von ih 07.08.2026 16:45 Uhr

Stahlwerk bleibt in Südtiroler Landeshand

Die Zukunft der Stahlproduktion in Bozen ist vorerst gesichert. Die Südtiroler Landesregierung und das Unternehmen Valbruna haben sich auf die Eckpunkte eines neuen Konzessionsvertrags für das Areal der Bozner Stahlwerke verständigt. Die Vereinbarung sieht eine Laufzeit von 30 Jahren vor und soll dem Unternehmen bei Einhaltung bestimmter Auflagen eine Verlängerung um weitere 30 Jahre ermöglichen.

Sie einigten sich auf den Konzessionsvertrag (von links): Landesrat Marco Galateo, Landeshauptmann Arno Kompatscher, Direktorin und Vorstandsmitglied der Stahlwerke Valbruna Antonella Amenduni Gresele und Landesrat Christian Bianchi. - Foto: LPA

Zu den wichtigsten Voraussetzungen zählen die Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze sowie die Fortführung der Stahlproduktion. Letztere wurde vom zuständigen italienischen Ministerium als „Produktion von strategischem nationalen Interesse“ eingestuft.

Bei einem Treffen im Palais Widmann am Mittwoch legte das Land dem Unternehmen zudem den von den zuständigen Ämtern ermittelten Schätzwert des Industrieareals vor. Auf dieser Grundlage wurde die jährliche Konzessionsgebühr berechnet, die von Valbruna akzeptiert wurde. Berücksichtigt wurde dabei, dass das Unternehmen sämtliche Kosten für notwendige außerordentliche Instandhaltungsarbeiten übernimmt. Die Konzessionsgebühr wird zudem jährlich an die Inflation angepasst.

Details müssen noch ausgearbeitet werden

Landeshauptmann Arno Kompatscher sowie die Landesräte Marco Galateo und Christian Bianchi zeigten sich mit dem Verhandlungsergebnis zufrieden. Sie betonten, dass das Eigentum am Industrieareal in Landeshand bleibe und gleichzeitig ein bedeutender Industriestandort mit seinen Arbeitsplätzen langfristig abgesichert werde.

Bevor der Vertrag unterzeichnet werden kann, muss er nun im Detail ausgearbeitet und von der Landesregierung verwaltungsrechtlich genehmigt werden. Die Unterzeichnung soll nach Möglichkeit noch vor dem Auslaufen der derzeitigen Konzessionsverlängerung erfolgen. Zudem ist ein Treffen mit den Gewerkschaften geplant, bei dem die Inhalte der erzielten Einigung erläutert werden sollen.

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