Immer weniger Geschäfte am Land: FPÖ schlägt Alarm

Gang sieht den Wegfall eines Lebensmittelgeschäfts nicht nur als lokales Problem. Gerade in Tourismusgemeinden sei eine funktionierende Nahversorgung sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Gäste und Beschäftigte wichtig.
„Ein Lebensmittelgeschäft ist für die einheimische Bevölkerung ebenso wichtig wie für Gäste und Beschäftigte in einer Tourismusgemeinde. Wenn diese Grundversorgung im eigenen Ort nicht mehr sichergestellt ist, besteht dringender Handlungsbedarf“, erklärt Gang.
Warnung vor Ausdünnung des ländlichen Raums
Der FPÖ-Abgeordnete sieht den Verlust von Nahversorgern als Teil einer zunehmenden Entwicklung in ländlichen Regionen. Bereits bei Postämtern, Bezirksgerichten, Polizei und Krankenhäusern habe es in den vergangenen Jahren Ausdünnungen gegeben. Nun treffe es immer häufiger auch den Lebensmittelhandel.
„Es müssen tragfähige Lösungen gefunden werden, damit Nahversorgung in den Gemeinden in Tirol auch weiterhin sichergestellt werden kann“, fordert Gang. Besonders Mütter und ältere Menschen seien auf Einkaufsmöglichkeiten im eigenen Ort angewiesen.
Tirolweiter Akutplan gefordert
Gang fordert die Landesregierung deshalb auf, einen tirolweiten Akutplan zur Sicherung der Nahversorgung auszuarbeiten. Dieser solle nicht nur Poststellen, sondern auch Lebensmittelgeschäfte in betroffenen Gemeinden absichern und neue Ansiedlungen unterstützen.
Für Gemeinden mit mehr als 1.500 Einwohnern sei ein Nahversorger laut Gang „unabdingbar“. Die Landesregierung müsse daher handeln, um die Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu gewährleisten.






