von mmh 07.08.2026 11:39 Uhr

Große Rad-Offensive: Tirol baut seine Radwege massiv aus

Tirol treibt den Ausbau seiner Radinfrastruktur weiter voran. Von Osttirol bis ins Außerfern werden derzeit neue Radwege gebaut oder geplant. Mit der Radstrategie 2030 will das Land den Radverkehr stärken, die Sicherheit erhöhen und Tirol als führende Radregion im Alpenraum weiter ausbauen.

(Bild: © Land Tirol/Noichl)

Bereits in den vergangenen Jahren wurden rund 55,8 Millionen Euro in das überregionale Radwegenetz investiert. Tirol verfügt derzeit über rund 7.200 Kilometer Mountainbike-Routen, 400 Kilometer Singletrails und etwa 1.100 Kilometer Radwege.

Zu den bereits umgesetzten Projekten zählt unter anderem ein neuer Abschnitt an der Stubaitalstraße mit einer modernen Geh- und Radwegunterführung, die die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger verbessert.

Großprojekte von Innsbruck bis zum Brenner

Aktuell laufen oder entstehen im gesamten Bundesland zahlreiche Bauprojekte. Zu den wichtigsten zählt der Lückenschluss der Radverbindung zwischen Innsbruck-Mitte und Schloss Ambras. Bis 2027 soll dort entlang der Aldranser Straße ein durchgehender, beleuchteter Radweg entstehen.

Auch im Wipptal wird kräftig investiert: Im Zuge der Radroute 30 ist geplant, bis 2034 eine durchgehende Radverbindung von Matrei bis zum Brennerpass zu schaffen. Das Projekt wird mit laufenden Bauarbeiten der ASFINAG, darunter dem Neubau der Luegbrücke und Arbeiten am Brennersee, abgestimmt.

Im Außerfern wird derzeit am Planseeradweg gearbeitet, dessen Fertigstellung für September 2026 vorgesehen ist. Gleichzeitig werden Abschnitte der Via Claudia Augusta im Bezirk Reutte saniert und ausgebaut.

Radfahren als Beitrag zum Klimaschutz

Mit der Tiroler Radstrategie 2030 verfolgt das Land drei zentrale Ziele: Mehr Menschen sollen auf das Fahrrad umsteigen, die Sicherheit im Radverkehr soll weiter verbessert und Tirol als führende Radregion der Alpen gestärkt werden.

Auch aus Sicht des Klimaschutzes spielt das Fahrrad eine wichtige Rolle. Laut Mobilitätslandesrat René Zumtobel sind 56 Prozent aller Autofahrten in Tirol kürzer als fünf Kilometer und könnten daher problemlos mit dem Fahrrad zurückgelegt werden.

Digitale Helfer für Radfahrer

Neben dem Ausbau der Infrastruktur setzt Tirol verstärkt auf digitale Angebote. Mit der Plattform „radrouting tirol“ und der „radapp tirol“ können Radfahrer ihre Touren planen und sich navigieren lassen.

Die Anwendungen informieren unter anderem über Wegsperren, Schwierigkeitsgrade, die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel sowie die optimale Streckenführung. Allein im Mai wurden rund 7.500 Routen über die digitalen Angebote abgefragt. Erfahrungsgemäß wird der Höchststand im August erreicht.

Sportlandesrat Philip Wohlgemuth betont, dass Tirol mit seinen Investitionen attraktive und sichere Bedingungen schaffen wolle, damit noch mehr Menschen das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit nutzen.

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