von ih 06.08.2026 18:49 Uhr

Gerichtsgebäude: Umzüge starten bald

Nach dem Teileinsturz des Bozner Gerichtsgebäudes vor wenigen Wochen gehen die Sicherungsarbeiten planmäßig voran. Wie Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi am Mittwoch mitteilte, wurden inzwischen Gerüste errichtet und ein System zur kontinuierlichen Überwachung der Gebäudestruktur installiert. Die Sensoren erfassen mögliche Bewegungen des Gebäudes in Echtzeit und sollen sicherstellen, dass alle weiteren Arbeiten unter sicheren Bedingungen erfolgen können.

Foto: LPA/Fabio Brucculeri

Staatsanwaltschaft zieht in Ausweichquartier

Fallen die Messergebnisse positiv aus und bestätigen die Stabilität des Gebäudes, kann ab 17. August der Umzug der Büros der Staatsanwaltschaft in das Ausweichquartier in der Rittner Straße 13 beginnen.

Parallel dazu will die Landesregierung die Verträge für die beiden provisorischen Standorte von Staatsanwaltschaft und Landesgericht genehmigen. Damit soll der gemeinsam mit den Justizbehörden vereinbarte Zeitplan eingehalten werden.

Amt für Sprachgruppenzugehörigkeit übersiedelt

Auch das Amt für Sprachgruppenzugehörigkeit erhält einen neuen vorübergehenden Standort. Der Dienst wird künftig im Landhaus am Giorgio-Ambrosoli-Platz 16 untergebracht, wo sich bereits die Landesabteilung Grundbuch, Kataster und Gebäudekataster befindet.

Dort sollen nach der Zustimmung des Datenschutzbeauftragten auch die rund 600.000 Erklärungen zur Sprachgruppenzugehörigkeit digitalisiert werden.

Belastungen möglichst gering halten

Nach Angaben von Landesrat Bianchi koordiniert das Land derzeit die Neuorganisation aller vom Gerichtsgebäude betroffenen Dienste.

Ziel sei es, die Auswirkungen für Bürger sowie für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten und den Justizbetrieb schrittweise wieder zu normalisieren. Über den Fortgang der Arbeiten und die nächsten Schritte will das Land laufend informieren.

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