Hitzewelle erhöht Gefahr tödlicher Badeunfälle

Hunderte tödliche Badeunfälle
Laut einer aktuellen Auswertung des Statistikportals Statista starben im Juni 2026 in Deutschland 99 Menschen durch Ertrinken – 30 mehr als im Vorjahresmonat. Parallel dazu gab es deutlich mehr Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Auch in Italien bleibt die Zahl hoch: Nach Angaben des Istituto Superiore di Sanità (ISS) wurden in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt 604 tödliche Badeunfälle registriert.
Besonders gefährdet sind ältere Menschen sowie Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Diabetes. „Das Herz-Kreislauf-System ist im Alter weniger anpassungsfähig und kann auf plötzliche Kältereize nicht so gut reagieren“, erklärt die stellvertretende Primarin der Inneren Medizin am Krankenhaus Bruneck, Sibylle Mair. Ein Sprung ins kalte Wasser könne Blutdruckspitzen, Herzrhythmusstörungen oder sogar einen Herzinfarkt auslösen.
Auch Kinder sollten beim Baden nie unbeaufsichtigt bleiben. Sie sollten schwimmen können, sich langsam an das Wasser gewöhnen sowie ausreichend trinken und vor der Sonne geschützt werden.
Am besten kein Alkohol
Der Südtiroler Sanitätsbetrieb rät außerdem dringend davon ab, nach längerem Sonnenbaden oder nach Alkoholkonsum ins Wasser zu gehen.
Ebenso sollte nach einer üppigen Mahlzeit eine Pause von 30 bis 60 Minuten eingelegt werden. Zu den häufigsten Ursachen schwerer Unfälle zählen laut den Experten außerdem Selbstüberschätzung, Strömungen und die oft unterschätzte Kälte tieferer Wasserschichten.
Die Botschaft des Sanitätsbetriebs ist klar: Wer Warnhinweise beachtet, die eigenen Kräfte realistisch einschätzt und sich langsam an kaltes Wasser gewöhnt, kann das Risiko eines Badeunfalls deutlich senken.






