„Magnago hat seinen Platz bereits“: Streit um Zukunft des Laurin-Brunnens

Der Bezirkssprecher der Süd-Tiroler Freiheit Bozen Stadt/Land, Peter Brachetti, betont, dass Magnago mit dem nach ihm benannten Platz bereits ausreichend gewürdigt werde. Ein zusätzliches Denkmal dürfe nicht auf Kosten des Laurin-Brunnens entstehen.
Verweis auf historische Bedeutung
Nach Ansicht der Süd-Tiroler Freiheit ist der Laurin-Brunnen ein bedeutendes Symbol der Tiroler Geschichte und Kultur. Der Brunnen sei während der Faschismuszeit aus Bozen entfernt und nach Welschtirol gebracht worden. Seine spätere Rückkehr nach Bozen sei deshalb auch als historische Wiedergutmachung zu verstehen. Eine neuerliche Versetzung wäre aus Sicht der Bewegung ein falsches Signal.
Zudem verweist Brachetti darauf, dass Silvius Magnago selbst die Rückkehr des Laurin-Brunnens nach Bozen unterstützt habe. Aus einer Korrespondenz des damaligen Kulturlandesrates Bruno Hosp gehe hervor, dass Magnago den heutigen Standort vor den Landhäusern als geeignet angesehen habe. Es sei daher widersprüchlich, unter Berufung auf Magnago eine Entscheidung rückgängig zu machen, die dieser selbst mitgetragen habe.
Kritik an geplanter Verlegung
Die Süd-Tiroler Freiheit hebt hervor, dass der Laurin-Brunnen für die Tiroler Sagenwelt und einen wichtigen Teil der kulturellen Identität Südtirols stehe. Gerade in Bozen, wo Tiroler Geschichte und deutsche Kultur über Jahrzehnte zurückgedrängt worden seien, dürfe ein solches Denkmal nicht erneut Gegenstand politischer Entscheidungen werden.
Zugleich kritisiert die Bewegung, dass zahlreiche Relikte und Symbole des Faschismus weiterhin im öffentlichen Raum vorhanden seien, während ausgerechnet bei einem Tiroler Denkmal immer wieder über eine Versetzung diskutiert werde.
Abschließend fordert Peter Brachetti, den Laurin-Brunnen an seinem heutigen Standort zu belassen. Eine demokratische Landesregierung dürfe nicht fortführen, was während der Faschismuszeit begonnen worden sei. Magnago habe bereits seinen Platz in Bozen, der Laurin-Brunnen solle bleiben, wo er heute steht.






