von mmh 28.07.2026 17:38 Uhr

So entwickelt sich die ladinische Schule weiter

Bei einer Pressekonferenz im Tublá da Nives in Wolkenstein hat Landesrat Daniel Alfreider eine Halbzeitbilanz der laufenden Legislaturperiode gezogen. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung der ladinischen Bildung, Kultur und Jugendarbeit sowie die Herausforderungen der kommenden Jahre.

(Foto: LPA/Fabio Brucculeri)

Alfreider betonte, dass das ladinische Schulmodell weiterentwickelt und die Qualität der Bildung gesichert werden soll. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen in ladinischen Kindergärten und Schulen von 3.172 auf 2.904 gesunken. Gleichzeitig wurde das Personal von 413 auf 431 Mitarbeitende erhöht.

„Das zeigt, welchen Stellenwert die Bildung innerhalb der Landesregierung genießt“, erklärte Alfreider. Für das vergangene Schuljahr seien elf zusätzliche Stellen geschaffen worden, für das kommende weitere fünf Stellen genehmigt.

Mehrsprachigkeit und Digitalisierung im Fokus

Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre lag auf der Förderung der Mehrsprachigkeit und der Weiterentwicklung des Unterrichts. Die ladinischen Bildungseinrichtungen setzen dabei unter anderem auf neue Konzepte für Sprachbildung, digitale Angebote und den gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei der Unterrichtsvorbereitung.

Auch die Inklusion wurde weiter ausgebaut. Durch zusätzliche Ressourcen, Beratung und Fortbildungen sollen Lehrkräfte besser unterstützt und die Bildungschancen aller Schüler verbessert werden.

Neue Projekte für Kindergärten und Schulen

Im Bereich der ladinischen Kindergärten wurden unter anderem neue pädagogische Konzepte entwickelt. Ab Herbst 2026 soll ein gemeinsamer Orientierungsrahmen für alle ladinischen Kindergärten eingeführt werden.

Weitere Maßnahmen betreffen die Förderung von Bewegung, Gesundheitsbildung, autonomem Lernen sowie die Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Blick in die Zukunft

Zu den künftigen Schwerpunkten zählen unter anderem neue Konzepte für den mehrsprachigen Unterricht, ein landesweiter mehrsprachiger Redewettbewerb sowie weitere Projekte zur Qualitätssicherung.

Bildungs- und Kulturdirektor André Comploi hob zudem die verstärkte Zusammenarbeit mit anderen Bereichen der Landesverwaltung und den ladinischen Tälern hervor. Ein wichtiges Vorhaben für die kommenden Jahre sei unter anderem die Erweiterung der Unterbringungsmöglichkeiten für Schüler in St. Ulrich.

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