STF will Magnago-Platz unverändert lassen

Für das Denkmal soll der Laurin-Brunnen verlegt werden. Genau daran stößt sich die Bewegung. Der Brunnen sei den Faschisten stets ein Dorn im Auge gewesen und habe bereits mehrfach seinen Standort wechseln müssen, erinnert die Süd-Tiroler Freiheit. Dass nun ausgerechnet dieses Denkmal erneut weichen solle, während zahlreiche Relikte aus der Faschistenzeit unangetastet blieben, sei nicht nachvollziehbar. Als Beispiele nennt die Bewegung die Beinhäuser in Innichen, Gossensaß und Burgeis, das Siegesdenkmal samt Siegesplatz, das Alpini-Denkmal in Bruneck sowie das Benito-Relief am Gerichtsplatz. Von einem vergleichbaren Vorgehen gegenüber diesen Denkmälern könne man nur träumen.
Die Süd-Tiroler Freiheit hat dazu eine Landtagsanfrage eingebracht. Geklärt werden soll, ob das Magnago-Denkmal lediglich als Vorwand diene, um dem Druck bestimmter Kreise nachzugeben und den Laurin-Brunnen zu verlegen. Zudem wolle man wissen, warum die Denkmäler aus der Faschistenzeit weiterhin nicht angetastet werden dürften.
Kritischer Blick auf Magnago
Ein Denkmal für Silvius Magnago müsse zudem in einen historischen Kontext gestellt und kritisch hinterfragt werden, so die Bewegung. Neben seinen unbestreitbaren großen Verdiensten um die Autonomie habe er jegliche Unterstützung für die Selbstbestimmung Südtirols verweigert. Auch sein Verhalten gegenüber den schwer gefolterten politischen Häftlingen müsse kritisch betrachtet werden. Die Süd-Tiroler Freiheit spricht sich daher dafür aus, den Status quo auf dem Magnago-Platz beizubehalten. Befürworten würde sie hingegen eine Bronzetafel für Magnago, die über seinen Lebenslauf und seinen politischen Einsatz für Südtirol informiert.






