Richtig lagern spart Lebensmittel und Geld

Besonders empfindliche Lebensmittel wie frischer Fisch, Fleisch oder Tiefkühlprodukte sollten erst zum Schluss eingekauft werden. Für den Heimtransport empfiehlt sich eine Isoliertasche, damit die Kühlkette möglichst nicht unterbrochen wird. Zu Hause gehören diese Produkte dann umgehend in den Kühl- oder Gefrierschrank.
Auch viele Obst- und Gemüsesorten bleiben im Kühlschrank länger frisch. Ausgenommen sind allerdings Südfrüchte wie Bananen, Mangos, Avocados oder Melonen, die bei niedrigen Temperaturen an Aroma verlieren. Ebenso bevorzugen Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Auberginen sowie Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch kühlere Raum- oder Kellertemperaturen statt des Kühlschranks.
Nicht nur die Temperatur, sondern auch die richtige Nachbarschaft spielt eine Rolle. „Klimakterische Früchte wie Äpfel, Birnen oder Marillen geben das Reifegas Ethylen ab und lassen andere Früchte schneller reifen“, erklärt Ernährungsexpertin Silke Raffeiner von der Verbraucherzentrale Südtirol. Wer eine vorzeitige Reifung vermeiden möchte, sollte diese Obstsorten getrennt voneinander lagern.
Empfindliche Lebensmittel wie Beeren, sehr reife Früchte oder Tomaten sollten im Einkaufskorb und später in der Obstschale stets oben liegen, um Druckstellen und damit einen schnelleren Verderb zu vermeiden. Obst wird zudem am besten erst unmittelbar vor dem Verzehr gewaschen, da die natürliche Schutzschicht auf der Schale vor Austrocknung schützt.
Auch bei Gemüse gibt es einfache Tricks für eine längere Haltbarkeit. Das Grün von Radieschen, Bundkarotten oder Roten Rüben entzieht den Knollen Feuchtigkeit und sollte deshalb entfernt werden. Frische Kräuter bleiben dagegen länger knackig, wenn sie wie ein Blumenstrauß in ein Glas Wasser gestellt werden.
Kartoffeln fühlen sich an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort am wohlsten. Wer keinen Keller besitzt, sollte sie zumindest lichtgeschützt in einem luftigen Karton aufbewahren. Zwiebeln und Knoblauch benötigen ebenfalls trockene und gut belüftete Plätze und sollten keinesfalls in luftdichten Behältern gelagert werden.
Von Kunststoffbeuteln rät die Verbraucherzentrale hingegen eher ab. Sie fördern durch Kondenswasser die Schimmelbildung. Besser geeignet sind feuchte Küchentücher, Papiertüten oder Küchenpapier, in die Salat, Gemüse oder Obst eingeschlagen werden. Auch Pilze und Käse profitieren von einer atmungsaktiven Verpackung, etwa aus Wachspapier oder Bienenwachstüchern.
Für Brot empfehlen sich Brotdosen aus Ton oder andere luftdurchlässige Behälter, die die Feuchtigkeit regulieren und Schimmel vorbeugen. Trockene Lebensmittel wie Mehl, Reis oder Müsli sollten nach dem Öffnen in gut verschließbare Vorratsbehälter umgefüllt werden. Das schützt sie vor Lebensmittelmotten und anderen Schädlingen.
Mit wenigen einfachen Maßnahmen lassen sich Lebensmittel länger frisch halten – ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung und zugleich eine Entlastung für den Geldbeutel.






