von ih 20.07.2026 09:13 Uhr

Grüne mit Vorstoß zu faschistischen Relikten

Nach den jüngsten Diskussionen um den Teileinsturz des faschistischen Gerichtsgebäudes in Bozen fordern die Grünen im Südtiroler Landtag einen sachlicheren Umgang mit Bauwerken aus der Zeit des Faschismus. Anstatt die Debatte weiterhin polemisch zu führen, sollen diese Gebäude historisch eingeordnet und als Orte der Erinnerung genutzt werden.

Foto: LPA

Die grünen Landtagsabgeordneten Brigitte Foppa, Madeleine Rohrer und Zeno Oberkofler haben einen Antrag eingebracht, der den Beitritt Südtirols zur europäischen Kulturroute „ATRIUM“ vorsieht. Das Netzwerk verbindet Städte und Regionen, die sich mit dem baulichen Erbe totalitärer Regime des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen.

„Die Spuren des Faschismus sind Teil unserer Geschichte. Sie dürfen weder ignoriert noch einfach beseitigt werden, sondern müssen erklärt und historisch eingeordnet werden“, betont Brigitte Foppa. Ziel sei es, die Bauwerke zu Orten des Wissens und der kritischen Auseinandersetzung zu machen, anstatt sie zu verherrlichen.

Nach Ansicht der Südtiroler Grünen würde eine Mitgliedschaft im ATRIUM-Netzwerk den Austausch mit anderen europäischen Regionen ermöglichen, die ebenfalls mit den Hinterlassenschaften von Diktaturen umgehen. Dies könne einen Beitrag zur Erinnerungskultur leisten und das historische Bewusstsein stärken.

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