von lif 16.07.2026 17:48 Uhr

STF ruft SVP-Mitglieder zum Austritt auf

„Es ist ein Kuhhandel und selbst für die SVP ein neuer Tiefpunkt. Mit den Fratelli d’Italia um Alessandro Urzì handelte die SVP einen schmutzigen Deal zur Neueinteilung des Senatswahlkreises Bozen-Unterland aus. Wie schon zur Zeit des Faschismus wird das Unterland geopfert“, so die Süd-Tiroler Freiheit in einer Mitteilung.

Stefan Zelger, Mitglied der Landesleitung und Büroleiter der Süd-Tiroler Freiheit (Bild:STF)

Geht das Wahlgesetz durch, wird der Senatswahlkreis Bozen-Unterland neu aufgeteilt. Tramin, Kurtatsch, Margreid, Kaltern und Eppan sollen dem Senatswahlkreis Meran zugeschlagen werden. Aldein käme zum Kreis Brixen. Im Senatswahlkreis Bozen-Unterland blieben nur noch die teilweise italienischsprachigen Gemeinden von Salurn bis Leifers. Das Ziel: den italienischen Parteien eine künstliche Mehrheit verschaffen. Die Bezirksgruppe Unterland/Überetsch der Süd-Tiroler Freiheit übt scharfe Kritik. „Das ist der x-te Kniefall vor Urzì. Der SVP geht es nicht um Südtirol, sondern nur um den eigenen Machterhalt“, bekräftigt Stefan Zelger von der Bezirksgruppe.

Auch die Art und Weise verurteilt die Süd-Tiroler Freiheit. „Die SVP hat das Unterland in einer Nacht-und-Nebel-Aktion überrumpelt. Es gab keine öffentliche Diskussion und keine Einbeziehung der Bevölkerung. Das ist reinster Machiavellismus“, betont Zelger.

Die Süd-Tiroler Freiheit ruft die SVP-Mitglieder im Unterland auf, ihrer Partei den Rücken zu kehren. Besonders an die Mitglieder des „Forum Heimat“ reicht die Bewegung die Hand: „Spätestens jetzt kann kein aufrechter Unterlandler mehr bei der SVP bleiben. Wer es ehrlich mit unserer Heimat meint, findet bei uns jederzeit eine offene Tür für Gespräche.“

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