von ih 16.07.2026 07:40 Uhr

Freiheitliche verlangen stärkere Steuerentlastung für Kleinbetriebe

Die Freiheitlichen begrüßen die von Landeshauptmann Arno Kompatscher angekündigte Senkung des regionalen IRPEF-Zuschlags ab 2027, sehen darin jedoch lediglich einen ersten Schritt. Nach Ansicht der Regierungspartei von Landesrätin Ulli Mair müsse die Steuerpolitik künftig vor allem kleine Handwerks- und Familienbetriebe stärker entlasten.

Dietmar Zwerger

Freiheitlichen-Generalsekretär Dietmar Zwerger bezeichnet die angekündigte Entlastung für niedrige und mittlere Einkommen als „richtig und überfällig“. Wer die heimische Wirtschaft nachhaltig stärken wolle, müsse jedoch gezielt jene Betriebe unterstützen, die besonders unter der Steuer- und Abgabenlast litten. Zwerger, der selbst einen Handwerksbetrieb führt, verweist auf die Herausforderungen kleiner Unternehmen mit nur wenigen Beschäftigten.

Nach Ansicht der Freiheitlichen bilden Kleinbetriebe mit ein bis fünf Mitarbeitern das Rückgrat der Südtiroler Wirtschaft. Gleichzeitig seien sie im Verhältnis zu ihrer Größe besonders stark belastet. Während größere Unternehmen Kosten und Steuerlasten besser auffangen könnten, träfen zusätzliche Abgaben kleinere Betriebe unmittelbar, argumentiert die Partei von Landesrätin Ulli Mair.

Forderung an eigene Landesregierung

Im Mittelpunkt der Forderungen steht daher eine rasche Reform der regionalen Wertschöpfungssteuer (IRAP). Die Freiheitlichen sprechen sich dafür aus, den Steuersatz in Südtirol auf das vom Land als Vergleich herangezogene Trentiner Niveau von 2,68 Prozent zu senken. Darüber hinaus fordert die Partei zusätzliche Vergünstigungen für Betriebe mit weniger als fünf Mitarbeitern.

Konkret verlangen die Freiheitlichen, dass die Südtiroler Landesregierung – der sie selbst angehören – im Herbst neben der geplanten IRPEF-Senkung auch ein verbindliches Entlastungspaket für die IRAP in das neue Haushaltsgesetz aufnimmt. Dieses solle gestaffelte Erleichterungen je nach Betriebsgröße vorsehen. Ziel sei es, insbesondere Klein- und Kleinstbetriebe finanziell zu entlasten und deren Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

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