Wasserknappheit nimmt zu

Betroffen sind Südtirol, Welschtirol und die Venetien. Die Ständige Beobachtungsstelle zur Nutzung der Wasserressourcen in den Ostalpen fordert die Bevölkerung und die zuständigen Stellen zu einem bewussten und sparsamen Umgang mit Wasser auf. Ziel ist es, die Trinkwasserversorgung vor allem im Unterlauf der Etsch zu sichern.
Ausschlaggebend für die Entscheidung sind mehrere Faktoren. Neben den hohen Temperaturen und den geringen Niederschlägen sind die Schneereserven inzwischen vollständig aufgebraucht. Gleichzeitig steigt der Wasserverbrauch im gesamten Einzugsgebiet.
Besonders kritisch ist die Situation an der Messstelle Boara Pisani südlich von Rovigo. Dort sollte der Abfluss der Etsch mindestens 80 Kubikmeter Wasser pro Sekunde betragen. Nur so kann verhindert werden, dass Salzwasser aus der Adria in den Fluss eindringt und Brunnen im Mündungsgebiet unbrauchbar macht. Laut den Messdaten wurde dieser Wert in den vergangenen Tagen, insbesondere an den Wochenenden, deutlich unterschritten.
Nach Einschätzung der Beobachtungsstelle reicht die derzeit verfügbare Wassermenge nicht mehr aus, um sämtliche Bedürfnisse vollständig zu decken.
Auch die Gewitter und Unwetter am Dienstagabend haben die Situation nicht spürbar entschärft. Dafür wären mehrere Tage mit ergiebigem Regen sowie deutlich niedrigere Temperaturen notwendig.
Am Donnerstag kommt das Wassernotstandskomitee des Landes Südtirol zusammen. Dort soll über weitere Maßnahmen beraten werden, um der angespannten Lage entgegenzuwirken.






