Südtirol hat die wenigsten Arbeitslosen

In Südtirol beteiligen sich die 20- bis 64-Jährigen wie folgt am Arbeitsmarkt: 80 Prozent sind erwerbstätig, 1,4 Prozent arbeitslos und 18,7 Prozent gehören zu den Nichterwerbspersonen. Südtirol weist damit den niedrigsten Anteil an Arbeitslosen auf, der Anteil der Nichterwerbspersonen liegt unter dem europäischen Durchschnitt.
Die für 2025 errechnete Erwerbstätigenquote Südtirols liegt über dem Durchschnittswert der EU-27 und zwar sowohl bei den 15- bis 64-Jährigen (73,9 Prozent gegenüber 71 Prozent) als auch bei den 20- bis 64-Jährigen (80 Prozent gegenüber 76,1 Prozent). Im Vergleich der untersuchten Gebiete liegt Südtirol in beiden Altersklassen im Mittelfeld. Die höchsten Werte erreicht die Ostschweiz (83,1 Prozent beziehungsweise 84,8 Prozent), die niedrigsten Italien (62,5 Prozent beziehungsweise 67,6 Prozent).
Frauen sind seltener erwerbstätig
Die Erwerbstätigenquoten der Frauen sind in allen Gebieten und in beiden Altersklassen niedriger als jene der Männer. Bei den Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren liegt der Wert in Südtirol um 10,7 Prozentpunkte unter jenem der Männer, in der EU-27 sind es 8,7 Prozentpunkte. In der Altersklasse der 20- bis 64-Jährigen beträgt der Abstand in Südtirol 11,2 Prozentpunkte, in der EU-27 9,6 Prozentpunkte.
Entwicklung gegenüber dem Vorjahr
Bei den 15- bis 64-Jährigen stieg die Erwerbstätigenquote 2025 in etwa der Hälfte der betrachteten Gebiete. Die größten Zunahmen verzeichneten das Trentino (plus 0,7 Prozentpunkte), Tirol (plus 0,5) und Italien (plus 0,3). Die deutlichsten Rückgänge gab es in der Ostschweiz (minus 0,8) und in der Schweiz (minus 0,5).
Bei den 20- bis 64-Jährigen ging die Quote in drei Gebieten zurück: in der Ostschweiz (minus 0,7 Prozentpunkte), in der Schweiz (minus 0,6) und in Deutschland (minus 0,2). Die größten Zuwächse gab es in Welschtirol (plus 0,7), in Italien (plus 0,5) und in Tirol (plus 0,5).
Jugendarbeitslosigkeit: Südtirol an der Spitze
Im Jahr 2025 ist die Arbeitslosenquote bei den 15- bis 24-Jährigen gegenüber dem Vorjahr in allen betrachteten Gebieten gestiegen, außer in Welschtirol (minus 3,1 Prozentpunkte) und in Südtirol (minus 0,9 Prozentpunkte).
In dieser Altersklasse weist Südtirol die niedrigste Arbeitslosenquote auf (4,9 Prozent), gefolgt von der Ostschweiz (5,4 Prozent) und Deutschland (7,1 Prozent). In der EU-27 liegt der Wert bei 15,2 Prozent. Der Wert für Italien ist gegenüber 2024 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen, liegt jedoch weiterhin unter jenem von 2023 (22,7 Prozent).
Niedrigste Arbeitslosenquote insgesamt
Auch bei den 15- bis 74-Jährigen weist Südtirol mit 1,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote unter den betrachteten Gebieten auf. Das entspricht einem Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
In den angrenzenden Gebieten beträgt die Arbeitslosenquote 2,2 Prozent in Welschtirol, 3,3 Prozent in der Ostschweiz sowie jeweils 3,8 Prozent in Tirol und Deutschland. Gegenüber dem Vorjahr ist die Quote nur in drei Gebieten gesunken: in Welschtirol (minus 0,5 Prozentpunkte), in Italien (minus 0,4) und in Südtirol (minus 0,2).
5,6 Prozent NEET in Südtirol
Neben den Erwerbstätigen- und Arbeitslosenquoten ist bei der Analyse der jungen Altersklassen die Gruppe der sogenannten NEET (Neither in Employment nor in Education and Training) hilfreich. Das sind jene jungen Personen zwischen 15 und 29 Jahren, die weder eine Arbeit haben noch in Ausbildung sind. Die NEET-Quote ist seit Jahren ein besonders wichtiger Indikator zur Beobachtung des Arbeitsmarktes für die junge Bevölkerung.
2025 beträgt dieser Anteil in Südtirol laut EUROSTAT 5,6 Prozent. Damit weist Südtirol den niedrigsten Wert unter den betrachteten Gebieten auf. Gegenüber 2024 ist die Quote um 2,4 Prozentpunkte gesunken, im Jahr 2021 lag sie noch bei 13,3 Prozent.
In der EU-27 insgesamt liegt die NEET-Quote 2025 bei elf Prozent. Italien weist als einziges der betrachteten Gebiete einen höheren Wert auf (13,3 Prozent). Leicht höhere Werte als in Südtirol werden in den Nachbargebieten verzeichnet: in Welschtirol 6,7 Prozent, in der Ostschweiz 7,1 Prozent und in Tirol 7,4 Prozent. In den vergangenen fünf Jahren gab es die stärksten Rückgänge in Welschtirol (minus 10,9 Prozentpunkte), in Italien (minus 9,8) und in Südtirol (minus 7,7).






