Verdacht bestätigt: Russische Hacker sollen Österreich angegriffen haben

Erst nach mehreren Wochen konnten die Behörden die Attacke für beendet erklären. Turla soll vom sogenannten 16. Zentrum des russischen Geheimdienstes FSB kontrolliert werden, erklärte das Außenministerium. Neben Österreich seien auch Deutschland, Finnland, Frankreich, Niederlande, Polen, Rumänien, die Slowakei und Zypern von den Cyberattacken betroffen.
Meinl-Reisinger: "Cyberangriffe sind inakzeptabel"
Man habe dem russischen Botschafter in Österreich klargemacht, dass Cyberangriffe auf Österreich „inakzeptabel“ seien, betonte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS). „Cyberangriffe bedrohen unsere Sicherheit: Wenn Zahlungssysteme ausfallen, Bahnsysteme oder Krankenhäuser angegriffen werden, betrifft das jeden und jede Einzelne. Europa erlebt immer mehr solcher Attacken, und einer der Hauptakteure ist Russland“, so Meinl-Reisinger weiter. „Auch Österreich ist betroffen. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, woher die Bedrohung kommt. Deshalb verstecken wir uns nicht hinter diplomatischen Floskeln, sondern benennen die Verantwortlichen und reagieren.“
Auch Jörg Leichtfried (SPÖ), Staatssekretär für Staatsschutz, verurteilte die russischen Cyberangriffe „aufs Schärfste“. „Sie stellen einen Angriff auf unsere Souveränität dar, mit dem langfristigen Ziel, die öffentliche Meinung zu manipulieren und somit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu destabilisieren“, so Leichtfried. „Unser Ziel ist klar: bestehende Gesetzeslücken zügig schließen, um Österreicherinnen und Österreicher sowie internationale Organisationen künftig effektiv zu schützen.“
apa






